Holcim trotzt starkem Franken mit solidem Halbjahresergebnis
Der Schweizer Baustoffgigant Holcim hat im ersten Halbjahr vom strategischen Ausbau durch jüngste Zukäufe profitiert, wobei der starke Schweizer Franken die Bilanz jedoch belastete. Der Umsatz verzeichnete einen leichten Rückgang, während die operativen Ergebnisse zulegten, was das Unternehmen als Erfolg verbuchen kann.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um drei Prozent auf rund 1,4 Milliarden Schweizer Franken, was etwa 1,55 Milliarden Euro entspricht. In lokalen Währungen betrug das Wachstum des operativen Ergebnisses sogar fast elf Prozent, wodurch sich die entsprechende Marge von 17,4 auf 18,3 Prozent verbesserte. Wichtig zu beachten ist, dass gewisse Einmalkosten wie Restrukturierungen und Wertminderungen im Ergebnis nicht enthalten sind.
Trotz eines Umsatzrückgangs von 2,2 Prozent auf 7,87 Milliarden Franken bewiesen die bereinigten Erlöse, dass die strategischen Maßnahmen greifen, indem sie um 1,8 Prozent zulegten. Während Holcim beim operativen Gewinn positiv überraschte, enttäuschte der Umsatz die Erwartungen. Der Konzerngewinn nach den ersten sechs Monaten belief sich auf 908 Millionen Franken, was einem Plus von über einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Besonders hervorzuheben ist, dass das Nordamerika-Geschäft, das als eigenständiges Unternehmen Amrize an den Markt ging, nicht mehr in der Bilanz enthalten ist. Für 2025 bleibt die Unternehmensleitung optimistisch und hält an den Finanzzielen fest: Ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent in lokaler Währung sowie ein operatives Ergebnis-Wachstum von 6 bis 10 Prozent werden angestrebt.

