Hoffnungsschimmer für Familie: Entführungsopfer Hersh Goldberg-Polin lebend in Video
In einem kürzlich veröffentlichten Video präsentiert die Hamas den seit dem 7. Oktober vermissten israelisch-amerikanischen Doppelbürger Hersh Goldberg-Polin lebend. Der 23-Jährige, der infolge eines Angriffs schwer verletzt wurde, ist damit seit Beginn seiner Gefangenschaft erstmals sichtbar am Leben. Die Authentizität des Videos, in dem Goldberg-Polin angibt, fast 200 Tage festgehalten zu werden, wurde durch einen Familienvertreter, Matt Krieger, bestätigt. Dies deutet darauf hin, dass die Aufnahme zeitnah erstellt wurde. Zudem richtet der Gefangene einen Gruß zum Fest an seine Eltern, was möglicherweise auf das aktuell gefeierte Passahfest hindeutet. Goldberg-Polin wurde während eines Auftritts auf dem Tribe of Nova Musikfestival in Re'im, Israel, entführt. Dabei kam es zu einem Angriff bewaffneter Hamas-Kämpfer, der Hunderte das Leben kostete. Er selbst verlor bei dem Versuch, mit seinem Freund Aner Shapira einen Notunterstand zu verteidigen, einen Teil seines Arms. Shapira kam dabei ums Leben, wie Überlebende berichten. Experten für Menschenrechte und internationales Recht äußern Bedenken gegenüber derartigen Geiselvideos. Sie werden grundsätzlich unter Zwang gedreht und die Aussagen sind oft erzwungen. Israelische Behörden betrachten die Veröffentlichung der Videos als "psychologische Kriegsführung" und Experten stufen ihre Produktion als mögliche Kriegsverbrechen ein. Die genauen Umstände der Entstehung des Videomaterials bleiben unklar. Die Darstellung wirkt bearbeitet und Goldberg-Polin thematisiert wiederholt seinen medizinischen Versorgungsbedarf, wobei er auch seine verletzte Extremität zeigt. (eulerpool-AFX)

