Hochrangige Diplomatie: Westliche Staatschefs intensivieren Druck auf Russland
Kurz vor einem geplanten Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verstärken Deutschland, die USA sowie weitere europäische Verbündete ihren Druck auf Russland. Die Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich und Italien diskutierten in einem virtuellen Treffen über mögliche Sanktionen, sollten sich keine Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe und Friedensverhandlungen ergeben. Ziel ist es, den seit über drei Jahren tobenden Ukraine-Konflikt schnellstmöglich zu beenden.
An dem Austausch nahmen unter anderem der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, US-Präsident Donald Trump sowie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni teil. Macron betonte in einem Social-Media-Post, dass Russland unter Beweis stellen müsse, friedliche Absichten zu haben, indem es die von Trump vorgeschlagene und international unterstützte 30-tägige Waffenruhe akzeptiere.
Trump plant, während seines Gesprächs mit Putin auch Handelsfragen anzusprechen und im Anschluss mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie NATO-Vertretern zu konferieren. Die USA haben ihre militärische Unterstützung für die Ukraine reduziert, während die Ukraine weiterhin der russischen Invasion entgegentritt. Im Gegensatz zur Amtszeit von Joe Biden, in der der Dialog zwischen Washington und Moskau weitgehend stagnierte, sucht Trump nun vermehrt den direkten Austausch mit dem Kreml.
Besonders bemerkenswert ist, dass die bisherigen Gespräche zwischen einer russischen und einer ukrainischen Delegation in Istanbul lediglich zu einer Vereinbarung über den Austausch von Kriegsgefangenen führten, jedoch keinen weiteren Durchbruch erzielten. Neben diesen bedeutenden Gesprächen tauschten sich europäische und amerikanische Politiker auch am Rande der Amtseinführung von Papst Leo XIV. aus.
Der ukrainische Präsident Selenskyj, zusammen mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio, hob die Dringlichkeit für neue Sanktionen und die Fortsetzung diplomatischer Bemühungen hervor. Gleichzeitig eskalierten die Kämpfe in der Ukraine weiter, insbesondere rund um die Region Donezk.
Der ukrainische Generalstab berichtete von intensiven Angriffen, während Russland angebliche Geländegewinne verkündete, die jedoch seitens der Ukraine nicht bestätigt wurden.

