Hideo Kojima schwärmt: Clair Obscur-Studio Sandfall Interactive hat die „ideale“ Größe
Die Spielebranche ist voller Giganten, aber Hideo Kojima, das Mastermind hinter Death Stranding, hat eine Schwäche für Underdogs. Im Vorfeld des Releases von Death Stranding 2: On the Beach am 26. Juni gab Kojima zahlreiche Interviews. In einem Gespräch mit Dexerto sprach er über die Teamgröße von Kojima Productions und seine Wertschätzung für kleinere Studios wie Sandfall Interactive, den Entwickler von Clair Obscur: Expedition 33. Was macht den Reiz kleiner Studios aus? Und was können die Großen von ihnen lernen?
Kojima und die 33: Eine ideale Teamgröße?
Im Interview äußerte sich Hideo Kojima über die beeindruckende Wachstumsgeschichte von Kojima Productions, wo mittlerweile über 200 Entwickler beschäftigt sind. Doch während die Größe seines eigenen Studios gewaltig gewachsen ist, zeigt er eine besondere Wertschätzung für kleinere Studios – insbesondere für Sandfall Interactive, das Entwicklerteam hinter dem faszinierenden RPG Clair Obscur: Expedition 33.
Kojima bemerkte, dass das Team von Sandfall lediglich aus 33 Mitgliedern und einem Hund besteht. Seine Vorliebe für kleinere Teams erklärt er mit der Effizienz, die diese oft mit sich bringen. “Das ist mein Ideal, wenn ich etwas mit einem Team erschaffe. Die Kreation ist jetzt viel größer geworden, und es ist ein Kampf, wie effizient man mit einem kleinen Team sein kann, während man trotzdem große Projekte realisiert”, so Kojima.
Das Geheimnis hinter dem Erfolg
Obwohl Sandfall Interactive nur eine überschaubare Anzahl an Entwicklern beschäftigt, erhält das Studio wertvolle Unterstützung von anderen Firmen, um Clair Obscur: Expedition 33 zum Leben zu erwecken. Unterstützungsstudios haben zum Beispiel Animationen, 3D-Modelle, Qualitätssicherung und Bewegungsaufnahmen übernommen. Diese Zusammenarbeit hat die Anzahl der involvierten Personen auf über hundert erhöht, was den Erfolg des Spiels weiter bekräftigt.
Seit seiner Veröffentlichung im April hat Clair Obscur: Expedition 33 nicht nur bei Kritikern, sondern auch bei Spielern große Begeisterung ausgelöst. Marcin Momot, der globale Community-Direktor von The Witcher 4, bezeichnete das Spiel kürzlich als einen frühen Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres“ 2025.
Momot twittete: “Wenn ich sage, wir brauchen mehr Spiele wie dieses, bleibe ich nicht originell. Eine großartige Geschichte von Anfang bis Ende, sympathische Charaktere, spannendes Gameplay und die Musik – einfach brilliant! Es muss in die GOTY-Gespräche aufgenommen werden!”
Kreativität entsteht aus Leidenschaft
Guillaume Broche, der Regisseur von Clair Obscur: Expedition 33, betont, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, an einem Spiel zu arbeiten, das die Entwickler auch selbst spielen möchten. “Man sollte Spiele entwickeln, die man selbst gerne spielen würde”, rät Broche anderen Studios. Diese Philosophie hat sich als entscheidend erwiesen und führte zu kreativen Entscheidungen, die tief im Herzen des Spiels verwurzelt sind.
“Ich würde es nicht als egoistisch betrachten. Wenn etwas bei mir als Spieler ankommt, wird es auch die anderen erreichen”, fügt Broche hinzu. Diese Herangehensweise hat dem Spiel seine persönliche Note verliehen und es zu einem Meisterwerk gemacht, das die Verbindung zwischen Entwickler und Spieler intensiviert.
Ein bleibender Eindruck
Clair Obscur: Expedition 33 ist für PC, PS5 und Xbox Series X/S erhältlich. Mit seiner Mischung aus fesselndem Gameplay, tiefgründiger Story und sympathischen Charakteren steht das Spiel exemplarisch für die Erfolge, die kleine Studios erreichen können, wenn sie mit Leidenschaft und Kreativität arbeiten.

