Herzenswunsch erfüllt! Rockstar lässt todkranken Fan offenbar GTA 6 vorab spielen
Die Gaming-Welt zeigt sich von ihrer menschlichsten Seite: Rockstar Games hat allem Anschein nach einem todkranken Fan ermöglicht, Grand Theft Auto 6 bereits Monate vor dem offiziellen Release am 19. November zu spielen. Die bewegende Geschichte begann mit einem verzweifelten LinkedIn-Aufruf von Anthony Armstrong, der bei Ubisoft Toronto arbeitet. Sein Familienmitglied, das jahrelang gegen Krebs gekämpft hatte, erhielt die niederschmetternde Diagnose: nur noch sechs bis zwölf Monate Lebenserwartung. Im besten Fall würde die Person im selben Monat sterben, in dem GTA 6 erscheinen soll. Armstrong wandte sich mit einem herzzerreißenden Appell an die Community, in der Hoffnung, über Kontakte zu Rockstar Games oder dem Studio in Toronto einen exklusiven Playtest zu arrangieren. Was folgte, war eine Welle der Solidarität – und offenbar eine positive Antwort von ganz oben.
Ein verzweifelter Hilferuf auf LinkedIn
„Der Grund, warum ich mich melde, ist, dass er ein riesiger GTA-Fan ist und mit diesem neuesten Update möglicherweise nicht lange genug da sein wird, um den Launch von GTA 6 tatsächlich zu erleben“, schrieb Armstrong in seinem mittlerweile gelöschten Post. Die betroffene Person lebt nur einen Steinwurf vom Oakville-Studio entfernt, was die logistische Machbarkeit eines solchen Besuchs deutlich erhöhte. Armstrong betonte, dass er die Notwendigkeit von Geheimhaltung in dieser Entwicklungsphase verstehe und mindestens ein NDA (Non-Disclosure Agreement) nötig wäre. Doch die Dringlichkeit und Menschlichkeit hinter der Bitte war unübersehbar.
Die Resonanz war überwältigend. Zahlreiche LinkedIn-Nutzer teilten den Post, kontaktierten ihre eigenen Netzwerke und versuchten, die Nachricht bis zu Rockstar durchdringen zu lassen. Und tatsächlich: Armstrong meldete sich kurz darauf mit einem Update, in dem er verkündete, dass sich niemand Geringeres als Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive (Rockstars Mutterkonzern), persönlich gemeldet hatte. „Wir warten nur darauf, vom Rockstar-Team zu hören, um das weiter zu besprechen“, so Armstrong damals.
„Großartige Neuigkeiten“ – dann Funkstille
In einem finalen Update vermerkte Armstrong, dass die Familie mit dem Team gesprochen und „großartige Neuigkeiten“ erhalten habe – mehr könne er „wirklich nicht sagen“. Doch selbst diese vage Andeutung war offenbar zu viel Information, denn kurz darauf wurde der gesamte LinkedIn-Post gelöscht. Diese plötzliche Löschung deutet stark darauf hin, dass tatsächlich etwas arrangiert wurde und die Beteiligten absolute Verschwiegenheit wahren müssen. Schließlich ist GTA 6 eines der am strengsten gehüteten Geheimnisse der Gaming-Industrie, und jedes noch so kleine Leak könnte massive Auswirkungen haben.
Rockstar hat bereits Präzedenzfälle geschaffen
Diese Geste der Menschlichkeit ist keine Premiere für Rockstar. Bereits vor dem Launch von Red Dead Redemption 2 im Jahr 2018 ermöglichte das Studio einem todkranken Fan, einen frühen Build des Western-Epos mehrere Wochen vor der Veröffentlichung zu spielen. Auch Gearbox Entertainment, ein weiteres Studio unter dem Take-Two-Dach, gewährte 2024 einem sterbenskranken Fan Zugang zu Borderlands 4. Diese Fälle zeigen, dass hinter den milliardenschweren Unternehmen durchaus Menschen stecken, die bereit sind, Ausnahmen zu machen, wenn es wirklich darauf ankommt.
Entwicklungsstand von GTA 6 weiterhin unklar
Während diese herzerwärmende Geschichte die Runde macht, brodelt im Hintergrund weiterhin die Gerüchteküche über den tatsächlichen Entwicklungsstand von GTA 6. Lange Zeit kursierten Berichte, das Spiel sei bereits „content-complete“, doch kürzlich sorgte Journalist Jason Schreier für Unruhe, als er andeutete, dies sei nicht der Fall. Rockstar selbst schweigt eisern und konzentriert sich nach eigenen Angaben auf das Polishing des Titels. Ob der November-Termin hält oder eine dritte Verschiebung droht, bleibt abzuwarten. Doch für zumindest einen Fan scheint die Wartezeit verkürzt worden zu sein – auf die denkbar menschlichste Art.kt nicht trüben, wirft aber Schatten auf die Endphase der Entwicklung.


