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Hermès trotzt neuen US-Zöllen mit Preissetzungsmacht

17. April 2025, 12:45 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Hermès steigert im ersten Quartal den Umsatz um 8,5 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück, vor allem wegen Schwächen in China. Trotz der Herausforderungen durch US-Zölle bleibt das Unternehmen optimistisch und profitiert von der starken Nachfrage nach ikonischen Luxusprodukten.

Der französische Luxusgigant Hermès bewahrt weiterhin seine eindrucksvolle Preisdurchsetzungskraft, selbst angesichts neuer Herausforderungen durch US-Zölle. Finanzchef Eric du Halgouet zeigte sich optimistisch, dass die zusätzlichen Kosten an die Kundschaft weitergereicht werden können. Anlässlich einer Pressekonferenz präsentierte du Halgouet solide Zahlen für das erste Quartal, die jedoch die optimistischen Erwartungen der Branche verfehlten. Ursächlich hierfür waren vor allem Schwächen auf dem wichtigen chinesischen Markt.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz von Hermès um 8,5 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro, während das währungsbereinigte Wachstum bei 7,2 Prozent lag, was unter den Erwartungen der Analysten von Bloomberg blieb, die ein Plus von 7,9 Prozent erwartet hatten. Trotz des globalen Erfolgs sieht sich der Konzern mit einem Rückgang der Dynamik in China konfrontiert. Experten wie Bernstein-Analyst Luca Solca gehen jedoch davon aus, dass sich dieser Effekt im Jahresverlauf abschwächen könnte.

Die Börse reagierte zunächst negativ auf die Umsatzzahlen: Die Aktie fiel in den ersten Minuten um bis zu vier Prozent, stabilisierte sich jedoch im Laufe des Tages auf 2.344 Euro. Diese Entwicklungen geschehen vor dem Hintergrund des anhaltenden Drucks durch den von Donald Trump angestifteten Handelskonflikt. Seit dem Rekordhoch im Februar hat die Aktie rund ein Fünftel ihres Wertes verloren. Dennoch bleibt Hermès mittelfristig eines der erfolgreichsten Unternehmen auf dem europäischen Markt, mit einem Anstieg des Aktienkurses um nahezu 250 Prozent in den letzten fünf Jahren. Hermès' Börsenwert steht nun bei 250 Milliarden Euro, in engem Wettrennen mit LVMH um die Spitzenposition als wertvollster Luxusgüterhersteller weltweit.

Besonders bemerkenswert profitiert die Eigentümerfamilie des Gründers Thierry Hermès vom wirtschaftlichen Erfolg, vergleichbar mit der Situation bei LVMH und der Familie Arnault. Die ungebrochene Nachfrage nach den ikonischen Birkin- und Kelly-Handtaschen, deren Preise oft astronomisch anmuten, treibt den Erfolg weiter an.

Hermès, das 1837 gegründet wurde, bietet weit mehr als nur Handtaschen: Von edlen Schreibutensilien über feine Mode bis hin zu Reitutensilien stellt der Konzern ein breites Spektrum an Luxusgütern her. Doch gerade bei Handtaschen zeigt sich die Exklusivität und der Sammlerwert besonders - Stücke wie die Birkin-Handtasche erzielen sowohl beim Erst- als auch beim Wiederverkauf beeindruckende Preise.

Finanzen / Business
[Eulerpool News] · 17.04.2025 · 12:45 Uhr
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