Heftige Sturmböen legen Berlin und Bahnstrecke nach Hamburg lahm
Ein schwerer Sturm zog über Berlin hinweg und richtete erhebliche Schäden an. Mindestens eine Frau verlor ihr Leben, als ein Baum auf ihr Auto fiel, und mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Die Berliner Feuerwehr meldete über 500 Einsätze, wobei umgestürzte Bäume und herabfallende Äste für Chaos sorgten. In Spandau und Tegel wurden Passanten von Bäumen und Ästen lebensgefährlich getroffen.
Die Berliner S-Bahn stellte den Betrieb vorübergehend ein, nachdem zahlreiche Äste und Bäume auf die Gleise gefallen waren. Nur zwei Linien konnten abends in eingeschränktem Betrieb wieder verkehren. Auch die wichtige Bahnstrecke nach Hamburg war stundenlang gesperrt, was zahlreiche Reisende auf die Probe stellte, bis sie spätabends wieder geöffnet wurde.
Das Unwetter hinterließ nicht nur auf den Straßen der Hauptstadt Spuren, sondern führte auch dazu, dass Veranstaltungen unterbrochen werden mussten. So wurde das Sommerfest der niedersächsischen Landesvertretung beeinträchtigt, und Teilnehmer des Tags der Industrie auf dem Euref-Campus wurden aus Sicherheitsgründen im Gebäude gehalten. Am Flughafen BER kam es zu Verspätungen, obwohl nicht bestätigt wurde, ob diese wetterbedingt waren.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 108 km/h überraschte das Unwetter Berlin, eine Erinnerung an die stürmischen Ereignisse der Vergangenheit, wie den Sturm "Anita" im Jahr 2002, der die Stadt ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen hatte.

