Handelsstreit und Geopolitik belasten europäische Märkte: Goldpreis erreicht neuen Höchststand
Die Aktienmärkte in Europa mussten am Montag erneut Einbußen hinnehmen. Angesichts der bevorstehenden Ankündigung neuer Importzölle durch US-Präsident Donald Trump am Mittwoch, notierte der EuroStoxx 50 mit einem Minus von 1,44 Prozent und erreichte somit den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Auch der SMI in der Schweiz verzeichnete einen Rückgang um 1,27 Prozent, während der britische FTSE 100 um 0,97 Prozent fiel.
Diese Bewegungen spiegeln die Verluste an den asiatischen Börsen wider, und ein ähnlicher Trend wird an der New Yorker Wall Street erwartet. Analyst Christian Henke von IG bemerkt, dass die Anleger bis zuletzt darauf gehofft hatten, dass der Handelskonflikt abgeschwächt wird. Doch im Weißen Haus scheint das Risiko eines Handelskriegs auf taube Ohren zu stoßen.
Die Anspannung unter den Investoren wächst, da eine Rezession immer wahrscheinlicher wird und der sichere Hafen in Form von Gold zunehmend attraktiver erscheint. Der Goldpreis setzte seine beeindruckende Aufwärtsbewegung fort: Eine Feinunze erreichte in London erstmals die Marke von über 3.100 US-Dollar. Neben der US-Zollpolitik tragen auch geopolitische Spannungen zur Unsicherheit an den Märkten bei.
Fortschritte im Ukraine-Konflikt blieben bisher aus, und die jüngste Eskalation im Nahen Osten mit verstärkten Angriffe des israelischen Militärs im Gazastreifen verschärft die Lage zusätzlich. Im breiteren europäischen Stoxx Europe 600 waren vor allem zyklische Sektoren wie Bergbau, Automobilindustrie und Freizeit stark unter Druck. Auch die Banken verzeichneten weitere Kursverluste.
Inmitten des schwachen Marktumfelds hielten sich Telekommunikations- und Versorgeraktien relativ stabil mit nur moderaten Verlusten. In London musste AB Foods herbe Einbußen von 2,9 Prozent hinnehmen, nachdem der sofortige Rücktritt von Paul Marchant, dem Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Primark, bekannt wurde.

