Handelspolitische Annäherung: USA und China lockern Zügel
Die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA erfahren eine bemerkenswerte Entspannung: Beide Nationen haben eine Einigung erzielt, die bestimmte Handelsbeschränkungen aufhebt. Laut Informationen des chinesischen Handelsministeriums plant China, Anträge für den Export sogenannter „kontrollierter Güter“ künftig eingehender zu prüfen und bei Einhaltung der Bestimmungen zu genehmigen. Als Gegenleistung haben die USA ihrerseits angekündigt, einige ihrer „restriktiven Maßnahmen“ gegenüber China abzubauen.
Interessanterweise erwähnte US-Präsident Donald Trump kürzlich eine unterzeichnete Abmachung mit China, ließ jedoch viele Fragen zu deren Inhalten offen. Während einer Veranstaltung im Weißen Haus streifte er dieses Thema im Kontext von Handelsabkommen mit anderen Staaten und ließ zudem die Tür für potenzielle Deals mit Indien offen.
US-Handelsminister Howard Lutnick bestätigte allerdings in einem Bloomberg-Interview, dass der Deal tatsächlich unterzeichnet wurde. Er erläuterte, dass China sich bereit erklärt habe, seltene Erden zu liefern, worauf die USA im Gegenzug ihre Gegenmaßnahmen beenden würden. Der über Jahre hinweg brodelnde Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte die Weltwirtschaft konstant in Spannung gehalten.
Eine temporäre Reduzierung von Strafzöllen wurde bereits im Mai bei einem hochrangigen Treffen in Genf erzielt, jedoch bleiben die nächsten Schritte ungeklärt. Im Sommer folgten weitere Beschränkungen seitens der USA, insbesondere für technologische Exportgüter, auf die China nach wie vor angewiesen ist. Das Abkommen aus London im Juni zur Lockerung der Handelsbeschränkungen wurde von Beobachtern als Rückkehr zu den Genfer Verhandlungen gewertet.
Die weltweite Industrie, darunter Deutschlands Automobil- und Maschinenbauindustrie, beäugt Chinas Exportkontrollen von seltenen Erden, da deren Verfügbarkeit essentiell für die Produktion ist. Peking rechtfertigte seine Maßnahmen mit dem doppelten zivilen und militärischen Nutzwert dieser Rohstoffe. Trotz der Anträge vieler Unternehmen, die auf eine zügige Bearbeitung hoffen, dämpft das chinesische Handelsministerium die Erwartungen und betont jedoch seinen Willen zur Beschleunigung des Prozesses.

