Half-Life 3 schon wieder nicht gezeigt, doch Valve könnte noch eine große Überraschung planen
Die Enttäuschung war mit Händen zu greifen. Monate voller Gerüchte, Leaks und Andeutungen hatten die Erwartungshaltung der Fans ins Unermessliche getrieben, doch am Ende passierte das, was viele insgeheim befürchtet hatten: Half-Life 3 tauchte bei den „The Game Awards 2025“ nicht auf. Kein Trailer, kein Logo, kein augenzwinkernder Teaser. Nichts. Und trotzdem könnte genau dieses Ausbleiben weniger endgültig sein, als es auf den ersten Blick wirkt.
Rund um die „The Game Awards“ hatte sich erneut eine Eigendynamik entwickelt, die schon typisch für Half-Life 3 ist. Branchen-Insider, Social-Media-Andeutungen und viel Interpretation zwischen den Zeilen sorgten dafür, dass viele fest davon ausgingen, Valve würde den Abend mit einem legendären „Wir haben da noch etwas im Gepäck“-Moment beenden. Stattdessen schloss die Show mit Highguard, einem neuen Shooter ehemaliger Respawn-Entwickler. Gordon? Nein, von Freeman keine Spur. Haben wir den Mythos wirklich zu ernst genommen?
Im Nachhinein hatten die Skeptiker recht. Valve nutzte die größte Bühne des Jahres (wieder) nicht. Für viele Fans fühlte sich das wie ein erneuter Rückschlag an, fast so, als wäre ein weiteres Kapitel Hoffnung endgültig abgeschlossen. Doch ganz so einfach ist es nicht.
Half-Life 3: Das Schweigen von Valve
So paradox es klingt: Valve war nie ein Studio, das nach klassischen Marketing-Regeln spielt. Große Ankündigungen auf fremden Bühnen gehören nicht zwingend zur DNA der Steam-Erfinder. Historisch betrachtet hat Valve seine wichtigsten Projekte oft überraschend, unabhängig und ohne lange Vorwarnung präsentiert. Genau deshalb ist das Fehlen bei den Game Awards kein endgültiger Beweis dafür, dass Half-Life 3 nicht existiert oder nie erscheinen wird. Valve braucht keine große Bühne.
Die Enthüllung bei den „The Game Awards“ war mehr Wunschdenken, als alles andere. Half-Life 3 als monomentaler Trailer vor Millionen Zusehern? Nein, die bekommt man sowieso. Das nächste Abenteuer im Gordon Freeman-Universum soll existieren, dafür gibt es zu viele Indizien und Leaks. Eine große Enthüllung soll noch vor Jahresende kommen – so die lauten Stimmen im Netz.
Ein eigenes Event statt großer Bühne?
Eine Theorie hält sich besonders hartnäckig: Valve könnte sich bewusst gegen die Game Awards entschieden haben, um Half-Life 3 komplett für sich sprechen zu lassen. Ein eigener Reveal, ohne Konkurrenz durch andere Trailer und Ankündigungen, würde perfekt zur Marke passen. Auch ein unangekündigter Drop auf Steam, begleitet von einem Trailer oder sogar einer spielbaren Demo. Genau so etwas wäre für Valve „normal“. Vielleicht sogar noch mit Freundschaftscode-Einladung, damit man die maximale Aufmerksamkeit hat. Auch in den sozialen Medien.
Das Fehlen bei den „The Game Awards“ wirft Fragen auf. Natürlich. Warum muss man sich Millionen Zusehende entgehen lassen? Dabei wären viele Menschen gewesen, die bisher mit Half-Life noch nichts zu tun gehabt hätten. Genau hier kommt eine andere Möglichkeit ins Spiel: gezielte Fehlinformationen. Valve ist bekannt dafür, Leaks nicht immer ernst zu nehmen oder sie bewusst ins Leere laufen zu lassen. Sollte das der Fall sein, bleibt die Informationslage rund um Half-Life 3 absichtlich nebulös.
Unterm Strich ist eines klar: Der Status von Half-Life 3 bleibt unverändert mysteriös. Das Ausbleiben bei den Game Awards ist ein Rückschlag für die Hoffnung vieler Fans, aber kein endgültiger Beweis für das Scheitern des Projekts. Solange Valve schweigt, bleibt alles möglich.
Half-Life 3 bleibt damit das, was es seit über einem Jahrzehnt ist: ein Mythos, der immer wieder neue Hoffnung entfacht, nur um sie kurz darauf wieder zu dämpfen. Die Uhr tickt weiter. Die Spekulationen auch.


