Haleys Kritik an Trumps Alter sorgt für Aufsehen im US-Vorwahlkampf
Die republikanische Politikerin Nikki Haley hat Zweifel an der geistigen Verfassung ihres Herausforderers Donald Trump geäußert, nur wenige Tage vor der nächsten Runde im US-Vorwahlkampf. Haley, selbst 52 Jahre alt, stellte zudem seine Eignung für eine weitere Amtszeit als Präsident infrage. Dies berichteten mehrere US-Medien am Samstag (Ortszeit).
Die "New York Times" bezeichnete Haleys Äußerungen als "bisher schärfsten Angriff" auf den Ex-Präsidenten. Haley betonte, dass sie beim Druck eines Präsidentenamtes niemand anderen haben könne, bei dem die geistige Fähigkeit infrage gestellt werde. Sie nahm dabei Bezug auf ihre eigenen Erfahrungen mit ihren Eltern und erklärte, dass die Leistungsfähigkeit mit dem Alter nachlasse. Es ist bemerkenswert, dass bei den Demokraten Amtsinhaber Joe Biden (81) erneut ins Weiße Haus einziehen will.
Haleys Kritik war eine Reaktion auf Trumps Äußerungen während einer Wahlkampfveranstaltung. Berichten zufolge verwechselte Trump seine Rivalin Haley mehrmals mit der Demokratin Nancy Pelosi, der ehemaligen Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses. Falschlicherweise behauptete er dabei, Haley sei damals für die Sicherheit verantwortlich gewesen. Tatsächlich hatte Haley im Jahr 2021 kein Regierungsamt inne.
Aktuellen Umfragen zufolge liegt Trump klar vorne bei den Vorwahlen. Dennoch ist der Abstand zwischen ihm und Haley in New Hampshire deutlich geringer als anderswo. Dies liegt daran, dass Haley als ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen in dem kleinen Bundesstaat in Neuengland von der eher moderateren Wählerschaft profitiert. (eulerpool-AFX)

