Grundrente stärkt Alterseinkommen: Frauen im Fokus der Unterstützung

Eine aktuelle Studie der Universität Regensburg im Auftrag der Bundesregierung hat offenbart, dass die staatliche Grundrente das Alterseinkommen von mehr als einer Million Menschen in Deutschland aufgebessert hat. Im Durchschnitt wird ein monatlicher Zuschlag von 97 Euro gezahlt. Arbeitsministerin Bärbel Bas betonte, wie zielgerichtet die Grundrente diese Menschen erreicht.
Der Zuschlag, der langjährige Beitragszahler mit geringen Rentenansprüchen unterstützt, zeigte im vergangenen Jahr deutliche Unterschiede zwischen Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen. Männer in den neuen Bundesländern erhielten durchschnittlich 67 Euro, während ihre Pendants in den alten Ländern 95 Euro bekamen. Bei Frauen war der Zuschlag mit 86 Euro im Osten und 103 Euro im Westen generell höher.
Ein dominanter Aspekt der Untersuchung ist die unterschiedliche Betroffenheit von Frauen und Männern. Vier von fünf Grundrentenberechtigten sind Frauen, wobei insbesondere diejenigen in den neuen Bundesländern aufgrund unterbrochener Erwerbsbiografien stärker betroffen sind. Frauen haben zudem eine höhere Wahrscheinlichkeit, grundrentenberechtigt zu sein, bedingt durch die Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten.
Die Studie zeigt auch die Auswirkungen der Einkommensanrechnung, die häufig dazu führt, dass trotz bestehender Ansprüche nur 50,5 Prozent den Zuschlag erhalten. Besonders der Anrechnung von Partnereinkommen zufolge fällt der Anspruch in vielen Fällen völlig weg. Dies betrifft vor allem Frauen, da nur 46,6 Prozent der berechtigten Frauen tatsächlich einen Zuschlag bekommen, im Gegensatz zu 70,9 Prozent der Männer.
Bas erklärte, dass die Grundrente die Lebensleistung hart arbeitender Menschen anerkennt und besonders Frauen davon profitieren. Vor dem Hintergrund der steigenden Lebenshaltungskosten gibt es jedoch bereits Forderungen, die Grundrente zu erhöhen, wie von Verdi-Chef Frank Werneke kritisiert.

