Grüne Rügen Bundeshaushalt: Ein "Spektakulärer Verriss" der Finanzpolitik
Der Bundeshaushalt des laufenden Jahres steht unter Beschuss: Die Grünen kritisieren die aktuelle Finanzpolitik als einen "spektakulären Verriss" der verfügbaren Mittel. Den Vorwürfen zufolge stütze sich der Haushalt auf Verschiebemechanismen und Buchungstricks, äußerte der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sebastian Schäfer, in Berlin. Die Schiene sei beispielhaft, indem sie statt aus dem Kernhaushalt nun aus einem Sondervermögen finanziert werde, ohne dass tatsächlich zusätzliche Investitionen getätigt würden.
In Schäfers Augen fehlt es an bedeutenden Investitionen in neue Technologien und den Klimaschutz, während die Koalition das Sondervermögen dazu nutze, um Haushaltslöcher zu flicken und fossile Infrastrukturen weiter zu festigen. Zudem werde die Kürzung humanitärer Hilfen Deutschlands internationalem Ansehen schaden können. Schäfer hob besonders die Notwendigkeit hervor, die Ukraine stärker zu unterstützen.
Die Grünen plädieren für ein Loslösen von ideologischen Debatten, insbesondere bei den Sozialausgaben. Mit einem deutlichen Seitenhieb auf den Bundeskanzler Friedrich Merz, der Einsparungen beim Bürgergeld für möglich hielt, bemerkte Schäfer, dass diese Republik nicht wie ein Finanzkonglomerat agieren sollte. Der Vorschlag von Merz, fünf Milliarden Euro durch eine zehnprozentige Kürzung im Bürgergeld einzusparen, erinnerte Schäfer an das oft zitierte Klischee eines Unternehmensberaters.

