Grönland-Konflikt: Transatlantische Spannungen drohen zu eskalieren
Der derzeitige Streit über die territorialen Ansprüche der USA auf Grönland hat eine neue Dimension erreicht. US-Finanzminister Scott Bessent äußerte eine deutliche Warnung an die Europäische Union, die auf mögliche Vergeltungsmaßnahmen angesprochen wurde. In Davos hob Bessent hervor, dass es unklug wäre, solche Maßnahmen zu ergreifen, und appellierte daran, den US-Präsidenten beim Wort zu nehmen.
Präsident Donald Trump hat das Ziel bekräftigt, die dänische Insel Grönland unter US-amerikanische Kontrolle zu bringen, trotz des entschiedenen Widerstands der dänischen Regierung. Der Verkauf der Insel wird kategorisch abgelehnt und von mehreren Staaten innerhalb Europas unterstützt. Um Druck auszuüben, plant Trump ab dem 1. Februar die Einführung von Strafzöllen in Höhe von zehn Prozent auf deutsche Importe, die auch andere europäische Länder betreffen sollen.
Die EU erwägt in Reaktion darauf die Einführung von Gegenmaßnahmen, einschließlich Sonderzöllen. Der Sprecher der Europäischen Kommission wies darauf hin, dass ab dem 7. Februar solche Zölle theoretisch auf Importe im Wert von 93 Milliarden Euro erhoben werden könnten. Auf der Liste der betroffenen Güter stehen sowohl Industrie- als auch Agrarprodukte, darunter Flugzeuge, Motorräder, Rindfleisch, Whiskey und Zitrusfrüchte. Die Entscheidung über diese Maßnahmen soll auf einem Sondergipfel gegen Ende der Woche fallen.

