Grönland-Frage entschärft: New Yorker Börsen feiern Entspannungszeichen
Die Marktteilnehmer an den New Yorker Börsen atmeten erleichtert auf, nachdem US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Deeskalation in der Grönland-Frage signalisierte. Für Erleichterung sorgte insbesondere die Ankündigung, keine Strafzölle gegen acht europäische Länder, darunter Deutschland, am 1. Februar zu verhängen. Diese Entscheidung beruhigte die Nerven der Investoren und führte zu deutlichen Kursgewinnen an der Wall Street. Trump erklärte auf der Plattform Truth Social, dass ein Treffen mit dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Basis für ein zukünftiges Abkommen über Grönland und die Arktis gelegt habe, wenngleich Details noch ausstehen. Rutte bekräftigte, dass weitere Gespräche geplant seien, um eine belastbare Lösung zu erreichen.
Im Vorfeld hatte Trump bereits Gewalt in der Grönland-Frage ausgeschlossen, jedoch seinen Anspruch auf die strategisch bedeutende, zu Dänemark gehörende Insel für die nationale Sicherheit betont. Getrieben von diesen beruhigenden Nachrichten erholten sich die US-Börsen: Der Dow Jones Industrials schloss mit einem Plus von 1,21 Prozent bei 49.077,23 Punkten. Der technologieorientierte Nasdaq 100 kletterte um 1,36 Prozent auf 25.326,58 Zähler, während der S&P 500 um 1,16 Prozent auf 6.875,62 Zähler stieg.
Die Erleichterung über die politische Entspannung spiegelte sich auch in den positiven Kommentaren des dänischen Außenministers Lars Løkke Rasmussen wider. Neben den politischen Entwicklungen sorgten Unternehmenszahlen für Aufmerksamkeit. Netflix verlor 2,2 Prozent, da die Quartalszahlen enttäuschten. Dagegen legten Travelers mit 1,1 Prozent zu, während Johnson & Johnson nach guten Geschäftszahlen knapp ins Minus rutschte. Die Halbleiterbranche stach hervor: Nvidia gewann dank optimistischer Branchenausblicke 2,9 Prozent, und Intel setzte mit einem beeindruckenden Plus von 11,7 Prozent seine Kursrally fort. Auch Halliburton stieg um über 4 Prozent, nachdem das Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen hatte. Vom Wiederaufbau der venezolanischen Öl-Industrie profitierten zudem SLB und Baker Hughes mit Kursgewinnen.

