Grönland-Disput sorgt für Entspannung an den Märkten
Am Donnerstag zeigten die Kurse von US-Staatsanleihen eine leichte Korrekturbewegung. Der maßgebliche Terminkontrakt für zehnjährige Wertpapiere, bekannt als T-Note-Future, verzeichnete einen Rückgang um 0,14 Prozent und notierte bei 111,50 Punkten. Gleichzeitig belief sich die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf beachtliche 4,27 Prozent.
In einem aufsehenerregenden Schritt traf sich Donald Trump mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, um die Grundlage für eine potenzielle Vereinbarung hinsichtlich Grönland zu errichten. Überraschend kam die Entscheidung, auf zusätzliche Zölle zu verzichten, was die internationalen Märkte aufatmen ließ. Trump äußerte im Gespräch mit Fox Business seine Zuversicht, dass die Vereinigten Staaten unbegrenzten und dauerhaften Zugang zur größten Insel der Welt erhalten würden, obwohl Einzelheiten noch ausgehandelt werden müssten.
Die Commerzbank-Analysten bemerkten eine positive Veränderung der Risikostimmung, bedingt durch die Streichung der Zölle. Zugleich kehrten sich Trends von Beginn der Woche um, was sich stabilisierend auf den US-Anleihemarkt auswirkte – besonders nach vorangegangenen merklichen Renditeanstiegen.
Währenddessen hatten die aktuellen US-Konjunkturdaten nur einen geringen Einfluss auf den Anleihemarkt. Die Anzahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieb auf einem niedrigen Niveau. Auch das Wirtschaftswachstum des dritten Quartals fiel nach einer korrigierten Einschätzung robust aus, wenn auch marginal schwächer als ursprünglich erwartet.

