Grenzkontrollen: Bundesinnenminister Dobrindt verteidigt hohe Ausgaben als lohnende Investition
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht in den verstärkten Grenzkontrollen eine kluge finanzielle Investition, die sich bereits bemerkbar macht. Wie er im Vorfeld eines Interviews für die Sat.1-Sendung ':newstime' betonte, seien diese Kontrollen ein Schlüsselfaktor für den Rückgang von Migration.
Die Kontrollen, die Deutschland seit Mitte September 2024 bis Juni dieses Jahres durchgeführt hat, kosteten insgesamt 80,5 Millionen Euro. Dobrindt argumentiert, dass die Investition von 80 Millionen Euro gegenüber den massiven Einsparungen durch den Rückgang der Asylzahlen stehe, die andernfalls Milliarden an Kosten verursacht hätten.
Der Minister gestand allerdings auch ein, dass die Bundespolizisten durch die intensivierten Maßnahmen eine Flut von Überstunden bewältigen müssten. Er lobte dennoch das Engagement der Beamten, die größtenteils hinter den Maßnahmen stehen.
Bereits seit seinem Amtsantritt im Mai hat der CSU-Politiker die Kontrollen an den deutschen Landesgrenzen verstärkt und auch die Zurückweisungen von Asylsuchenden angeordnet. Seit dem 8. Mai hat die Bundespolizei rund 12.000 Zurückweisungen verzeichnet, wobei etwa 660 dieser Fälle Personen betrafen, die Asyl beantragen wollten.

