Goldpreis weiterhin auf Höhenflug: Anleger suchen sichere Häfen
Der Goldpreis erweist sich aktuell als äußerst robust und setzt seinen Rekordkurs unbeirrt fort. Eine Feinunze, entsprechend etwa 31,1 Gramm, erreichte kürzlich ein neues Allzeithoch von rund 3.547 US-Dollar. Aktuell liegt der Preis mit 3.536 Dollar geringfügig darunter, jedoch immer noch auf dem Stand des Vorabends. In Euro bemessen, kostet die Feinunze derzeit 3.039 Euro.
Der Anstieg wird maßgeblich durch die verstärkte Suche nach sicheren Anlageoptionen beeinflusst. Befürchtungen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed und die wirtschaftliche Lage führender Industrieländer geben dem Edelmetall zusätzlichen Auftrieb. In Europa belasten insbesondere die wachsende Staatsverschuldung Frankreichs und der Druck auf 30-jährige Staatsanleihen die Aktienmärkte. Premier François Bayrous jüngste Drohung, die Vertrauensfrage im Parlament zu stellen, könnte das Ende der bestehenden Regierung besiegeln, was die Unsicherheit weiter schürt und Anleger zu Gold treibt.
Große Goldkäufe von Staaten wie Indien, die Gelder aus US-Staatsanleihen abziehen, verstärken den Trend. China und Brasilien setzen ebenfalls verstärkt auf Gold, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Gleichzeitig signalisierte US-Notenbankchef Jerome Powell beim Treffen in Jackson Hole eine niedrigere Hürde für mögliche Zinssenkungen.
Die Spekulation auf einen weiteren schwachen US-Arbeitsmarktbericht könnte die Fed zu einer schnelleren Zinssenkung veranlassen. Diese Aussicht macht Gold als zinsloses Investment im Vergleich zu anderen Zinsprodukten zunehmend attraktiv.

