Goldpreis erreicht Höhenflüge trotz globaler Unsicherheiten
Die jüngste Kursrally des Goldes hat am Dienstag erneut bemerkenswerte Höhen erreicht. Im Fahrwasser der anhaltenden Haushaltsturbulenzen in Frankreich kletterte der Preis für eine Unze auf fast 3.986 US-Dollar, bevor er sich leicht auf 3.972 US-Dollar abkühlte. Die Entwicklungen setzen die Aufwärtstendenz der letzten Woche fort, in der das Edelmetall bereits um nahezu zwei Prozent gestiegen war.
Analysten sehen die teilweise Schließung der US-Regierungsgeschäfte als einen Grund, der den Goldpreis stützt. Doch Devisenexpertin Thu Lan Nguyen argumentiert, dass diese Entwicklung nicht maßgeblich ist, da die Zinserwartungen der US-Notenbank unberührt bleiben. Vielmehr hätten politische und fiskalische Unsicherheiten, ausgelöst durch die Rücktritte der Premierminister in Frankreich und Japan, die Unsicherheit am Markt verstärkt. Eine wirkungsvolle Haushaltskonsolidierung in beiden Ländern scheint fraglich.
In den letzten sieben Handelstagen ist der Goldpreis um mehr als 200 US-Dollar gestiegen, was einem Zuwachs von knapp sechs Prozent entspricht. Im Jahr 2023 klettert der Wert des Goldes nun um imposante 51 Prozent nach oben und nähert sich damit dem größten Jahresplus seit 1979. Gold übertrifft andere Anlageklassen, einschließlich der immer populären Kryptowährung Bitcoin, deren Kurs auf dem höchsten Niveau von 126.000 US-Dollar lag, zuletzt jedoch auf 123.000 US-Dollar fiel.
Seit Ende 2024 ist Bitcoin um 31 Prozent gestiegen, während sich der Bitcoin-Wert in den letzten drei Jahren mehr als versechsfacht hat, verglichen mit einem Goldanstieg von 134 Prozent im selben Zeitraum. Im Zehnjahresvergleich verläuft die Erfolgsstory von Bitcoin mit einer Steigerung von über 50.000 Prozent weiterhin spektakulär.

