Goldpreis auf Höhenflug: Unsicherheiten treiben Anleger zum Edelmetall
Der aktuelle Anstieg des Goldpreises setzt sich fort und erreicht neue Höchststände. Am Freitag kletterte der Preis einer Feinunze auf 3.447 US-Dollar, den höchsten Stand seit Mitte Juni. Die Entwicklung wird angetrieben durch schwache Konjunkturdaten aus den USA und wachsende Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Auch in Euro zeigt sich die Aufwärtsdynamik: Hier kostet die Unze nun 2.946 Euro.
Besonders die Aussicht auf sinkende Zinsen in den USA befeuert den Goldpreis. Der schwächelnde US-Arbeitsmarkt und eine getrübte Verbraucherlaune im August lassen eine baldige Zinssenkung durch die Fed wahrscheinlich erscheinen. Wenn Gold im Vergleich zu anderen Anlageformen attraktiver wird, zieht dies Investoren an.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der die Nachfrage nach Gold stützt, ist der politische Konflikt zwischen dem Weißen Haus und der US-Notenbank. Die Klage der Fed-Gouverneurin Lisa Cook gegen Präsident Trump wegen ihrer Entlassung könnte einen langwierigen rechtlichen Streit nach sich ziehen.
Frank Monkam von Buffalo Bayou Commodities betont, dass geopolitische Unsicherheiten die Investoren weiter zu Gold treiben. Unterdessen erwartet der Markt auch im September weitere Goldkäufe durch Zentralbanken.
Carsten Fritsch, Rohstoffexperte der Commerzbank, hebt zudem die gestiegene Nachfrage nach Gold-ETFs hervor. In den letzten Tagen habe der Bestand um fast 15 Tonnen zugenommen. Diese Entwicklungen unterstreichen die Rolle von Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten.

