Globale KI-Initiative: Guterres drängt auf Investitionen in Entwicklungsländer
António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat anlässlich des KI-Gipfels in Neu-Delhi eindringlich mehr Unterstützung für Entwicklungsländer im Bereich der Künstlichen Intelligenz gefordert. Er betonte die Notwendigkeit von Investitionen, um zu vermeiden, dass viele Länder im digitalen Zeitalter abgehängt werden. Die Einrichtung eines globalen KI-Fonds, mit einem Zielvolumen von drei Milliarden Dollar, sei eine Strategie, um dies zu verhindern.
Der Betrag entspräche weniger als einem Prozent des jährlichen Umsatzes großer Technologieunternehmen. Mit diesen Mitteln soll infrastrukturell schwächer aufgestellten Ländern der Zugang zu grundlegenden KI-Fähigkeiten, Daten und erschwinglicher Rechenleistung ermöglicht werden.
Guterres' Ansprache fand im Rahmen des AI Impact Summit statt, einer bedeutenden Plattform, bei der internationale Staats- und Regierungschefs, Technologieführer und Experten über die realen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz diskutieren. Die Veranstaltung ist der erste seiner Art im Globalen Süden nach ähnlichen Treffen in Großbritannien, Südkorea und Frankreich.
Gemeinsam mit Narendra Modi, dem Premierminister Indiens, und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron machte Guterres deutlich, dass der Zugang zu KI-Technologie für alle gewährleistet werden müsse. Die UN-Generalversammlung habe dazu bereits ein unabhängiges internationales Gremium ins Leben gerufen, um in einem globalen Dialog über ethische Standards und verantwortungsvolle Nutzung von KI-Systemen zu beraten. Die erste Sitzung dieses Dialogs ist im Juli in Genf geplant.

