Globale Energie-Allianz plant massive Investitionen in erneuerbare Energien
Die weltweite Energie-Allianz, die sich der Installation erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern widmet, plant Investitionen von rund 7,5 Milliarden US-Dollar im Rahmen ihres neuen Fünfjahresplans. Das Bündnis, das 2021 bei globalen Klimaverhandlungen ins Leben gerufen wurde, hat bereits über 30 Ländern geholfen, ihre Stromnetze zu verbessern, Batteriespeicher einzurichten und Arbeitsplätze in der grünen Wirtschaft zu schaffen.
Die Allianz sichert sich kostenfreies oder günstiges Kapital aus karitativen oder staatlichen Quellen, um das Investitionsrisiko zu senken und Kapital von multilateralen Entwicklungsbanken sowie Privatinvestoren zu gewinnen. Diese Aufgabe ist jedoch schwieriger geworden, seitdem die US-Führung unter Donald Trump die Entwicklungshilfe und Klimafinanzierung reduziert hat.
Zu den Gründern der Allianz gehören die IKEA Foundation, die Rockefeller Foundation und der Bezos Earth Fund. Auch Länder wie Großbritannien und Dänemark sowie die Weltbank und private Unternehmen wie GE Vernova haben sich der Allianz angeschlossen.
Während sich Weltführer in New York zur UN-Generalversammlung und der städtischen Klimawoche versammeln, sucht die Allianz nach neuen Partnerschaften. Die bevorstehende Klimakonferenz in Brasilien im November verspricht, die Finanzierung für den grünen Wandel in Entwicklungsländern erneut zum zentralen Thema zu machen.
Der Bedarf an Investitionen in saubere Energie in Entwicklungsländern muss laut Internationaler Energieagentur um das Sechsfache auf 1,6 Billionen US-Dollar bis Anfang der 2030er Jahre steigen, um Klimaziele zu erreichen. Die offizielle Entwicklungshilfe sank 2024 real um 7,1%, was den Druck auf Organisationen wie die Allianz erhöht, ihr Netzwerk an Unterstützern auszuweiten.
Die Allianz plant, die Grids der Zukunft zu realisieren: energienetzwerke, die erneuerbare Energien integrieren, digital intelligent sind und finanziell nachhaltig arbeiten. Aktuell laufen Projekte zur Batteriespeicherung in mehr als 20 Ländern. Ziel ist es, Millionen von Netzen in Asien, Afrika, Lateinamerika und der Karibik zu digitalisieren.
In Jaipur wird eine digitale Live-Karte von 6,5 Millionen Versorgungswerten erstellt, um Probleme zu erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen, was jährlich über 50 Millionen Dollar einsparen könnte. Die Vision ist, dies auf Versorger in Indien, Afrika, Lateinamerika und Südostasien auszuweiten.
Im ersten Fünfjahresplan hat die Allianz 7,8 Milliarden US-Dollar mobilisiert, um knapp 240 Millionen Menschen besseren Energiezugang zu ermöglichen und den CO2-Ausstoß um 952 Millionen Tonnen zu senken. Bis 2026-2030 will die Allianz mindestens 500 Millionen US-Dollar aus philanthropischen Quellen akquirieren und diese Mittel das 15-fache hebeln, um insgesamt 7,5 Milliarden Dollar zu generieren.

