Getreideernte in Deutschland: Regen trübt die Stimmung der Landwirte
Die Getreideernte in Deutschland verläuft in diesem Jahr wegen anhaltender Regenfälle in mehreren Regionen schleppend. Seit der zweiten Juliwoche sind die Erntearbeiten immer wieder durch Niederschläge unterbrochen, berichtet der Deutsche Bauernverband aus Berlin.
Erste Ernteergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere Winterweizen und Winterraps stärker unter der langen Frühjahrstrockenheit gelitten haben könnten, während sich die Gerste robuster gezeigt hat. Die derzeit angespannte Marktlage für Getreide sorgt ebenfalls für Missstimmung unter den Landwirten, da die aktuellen Preise nicht einmal die Produktionskosten decken.
Obwohl der Deutsche Bauernverband Ende Juni zum Erntebeginn eine knapp durchschnittliche Erntemenge prognostiziert hatte, warnten sie vor großen regionalen Unterschieden. Für das Gesamtjahr wird eine Getreideernte von 40,1 Millionen Tonnen erwartet, was eine leichte Steigerung gegenüber den 39 Millionen Tonnen des Vorjahres bedeuten würde.
Der dringend nötige Regen kam nach einer langanhaltenden Trockenheit im Frühjahr in vielen Regionen gerade noch rechtzeitig.

