Gerresheimer-Aktien reagieren positiv auf konkrete Bafin-Prüfungsergebnisse
Die Investoren von Gerresheimer atmen auf: Die Ergebnisse der Bafin-Prüfungen sorgen für klare Verhältnisse und zeichnen ein genaueres Bild der Lage. Im vorbörslichen Tradegate-Handel legten die Aktien um 2,6 Prozent zu und bewegen sich damit erneut in Richtung der 30-Euro-Marke. Noch vor zwei Wochen hatte eine Gewinnwarnung den Kurs unter diese Grenze sinken lassen.
Der seit September bestehende Verdacht, dass der Verpackungsspezialist gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, wurde nun teilweise bestätigt. Konkret geht es um fälschlich verbuchte Umsätze in Höhe von drei Millionen Euro, wie Gerresheimer mitteilte.
Im September, vor Bekanntwerden der Prüfungen, notierte die Aktie noch deutlich über 40 Euro – trotz anhaltender Talfahrt. Anfang Oktober verschärfte sich der Abwärtstrend durch eine weitere Senkung der Unternehmensziele. Trotz einer leichten Erholung notiert der Wert weiter knapp ein Drittel unter dem Niveau vor der Bafin-Angelegenheit. Ein Analyst bemerkte am Morgen, dass das finanzielle Ausmaß der Unregelmäßigkeiten nun wohl im Kurs eingepreist sei und fügte hinzu, dass die Auswirkungen nicht signifikant erschienen. Für 2024 plant Gerresheimer mit einem Konzernumsatz von über zwei Milliarden Euro.

