Geopolitisches Tauziehen um griechische Häfen: USA und Griechenland stärken Kooperation
Das geopolitische Ringen um die Kontrolle bedeutender Infrastrukturprojekte in Griechenland nimmt an Fahrt auf. Der chinesische Transportriese Cosco sorgt mit seiner dominanten Präsenz im Hafen von Piräus seit Jahren für Spannungen sowohl innerhalb Griechenlands als auch in den internationalen Beziehungen. Als Antwort darauf haben die Regierungen von Athen und Washington entschieden, einen neuen Kurs einzuschlagen, um das Gleichgewicht in der Region wiederherzustellen.
Die griechische Regierung plant ein Gesetz, das der griechisch-amerikanischen Unternehmensgruppe Onex Shipyards & Technologies die Ausweitung ihrer Aktivitäten im Hafen von Elefsina ermöglichen soll. Geplant ist, dass Onex künftig nicht nur im Schiffbau, sondern auch in den Bereichen Umschlag, Energie und Hafenlogistik tätig werden darf. Diese Maßnahme ist Teil eines strategischen Plans, den Einfluss der USA in dieser geopolitisch wichtigen Zone zu stärken und gleichzeitig ein Gegengewicht zur chinesischen Präsenz zu schaffen.
US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle unterstrich bei einem Treffen mit dem griechischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Takis Theodorikakos, die strategische Bedeutung einer vertieften Zusammenarbeit zwischen den USA und Griechenland. Die Nutzung des Hafens von Elefsina als logistisches Drehkreuz soll erheblich ausgeweitet werden, um sowohl energiepolitische als auch sicherheitsrelevante Interessen zu fördern. Diese Entwicklungen reihen sich ein in die jüngsten Initiativen, die Griechenland als Energiehub zu positionieren und den Transport von Flüssiggas nach Osteuropa zu intensivieren.

