Gedämpfter Optimismus: Wirtschaftsstimmung in der Eurozone trübt sich ein
Die wirtschaftliche Stimmung in der Eurozone hat im Juni einen unerwarteten Dämpfer erhalten. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) sank im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte und erreichte einen Wert von 94,0 Punkten, wie die Europäische Kommission in Brüssel mitteilte. Bankvolkswirte hatten vielmehr mit einer stabilen Entwicklung bei 94,8 Punkten gerechnet. Damit bewegt sich der ESI weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten.
Besonders in der Industrie und unter den Verbrauchern hat sich die Stimmung verschärft. Hingegen konnten Dienstleister und Unternehmen der Bauwirtschaft eine positive Entwicklung verzeichnen. Diese differenzierte Lage in den verschiedenen Sektoren spiegelt die Unsicherheiten wider, die die wirtschaftliche Erholung begleiten.
Ein genauerer Blick auf die großen Volkswirtschaften der Eurozone zeigt, dass die wirtschaftliche Stimmung insbesondere in Frankreich einen Rückschlag erlitt. Auch in Spanien und Deutschland meldete die EU-Kommission Rückgänge. Italien hingegen verzeichnete einen weitgehend stabilen Stimmungsindikator.

