G7-Treffen: Entschlossenheit in der Unterstützung der Ukraine trotz Korruptionsskandal
Während der G7-Konferenz in Kanada bekräftigten Deutschland und seine europäischen Partner ihre Unterstützung für die Ukraine, ungeachtet der jüngsten Korruptionsenthüllungen. Außenminister Johann Wadephul hob hervor, dass eine entschlossene Bekämpfung der Korruption in der Ukraine notwendig sei, um die Glaubwürdigkeit der westlichen Unterstützung aufrechtzuerhalten. Diese Botschaft wurde dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha während des Treffens übermittelt.
Im Austausch mit wichtigen Vertretern der EU und Frankreichs sowie Italiens, darunter Kaja Kallas, Jean-Noël Barrot und Antonio Tajani, unterstützte man die unabhängigen Antikorruptionsbehörden der Ukraine ausdrücklich. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte seinerseits durch seine Aufforderung zum Rücktritt von Justizminister Herman Haluschtschenko und Energieministerin Switlana Hryntschuk auf die Schwere des Skandals reagiert, welcher vor allem Bestechungsgelder im Energie- und Rüstungssektor betraf.
Wadephul zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich einer gemeinsamen Abschlusserklärung der G7-Staaten, einschließlich der USA, die die unterstützende Haltung gegenüber der Ukraine bekräftigen werde. Auch Kanada kündigte zusätzliche Sanktionen gegen Russland an, die sich insbesondere gegen das russische Drohnenprogramm und Flüssigerdgasunternehmen richteten, sowie gegen die sogenannten russischen Schattenflotte.
Beim Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio und den G7-Vertretern stand die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine im Fokus. Die USA suchen weiterhin nach Wegen, Russland zur Diplomatie zu bewegen und setzen auf eine starke Zusammenarbeit der G7-Staaten.

