Fünf Leute, ein Wunder: Wie Massive „The Division 2“ aus der Stille zurückholte
Während Massive Entertainment, ein renommiertes Studio unter dem Dach von Ubisoft, seit der Veröffentlichung im Jahr 2019 unermüdlich am Post-Launch-Support für Tom Clancy’s The Division 2 arbeitet, gewährte der Entwickler Palle Hoffstein nun verblüffende Einblicke in die ungewöhnlichen Umstände dieser langfristigen Unterstützung. In einer Reihe von Beiträgen auf der Social-Media-Plattform X enthüllte Hoffstein die fast schon filmreife Geschichte, wie das Spiel mit einer winzigen Kerntruppe regelrecht wiederauferweckt wurde. Diese Erzählung wirft ein völlig neues Licht auf die jüngsten Inhaltsoffensiven und zeigt, dass die beeindruckende Wiederbelebung des Titels auf den Schultern einer Handvoll entschlossener Visionäre begann.
Die Vision einer nachhaltigen Zukunft
„Als einige von uns ein kleines Team bildeten, um TD2 wiederzubeleben, hatte ich null Interesse daran, nur ein oder zwei Jahre hinzuzufügen, nur um das Spiel dann erneut auslaufen zu lassen“, schrieb Hoffstein. Sein Ziel, der unumstößliche Glaube der kleinen Gruppe, war es, etwas Größeres und Langlebiges zu erschaffen. Für ihn persönlich war die schiere Unmöglichkeit des Unterfangens der größte Anreiz. Ein Spiel zu starten sei bereits hart, doch ein bereits etabliertes Spiel aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken, schien ihm eine noch gewaltigere Herausforderung ohne jegliche Blaupause zu sein. Mit anderen Worten: Es war interessant. Und einer solch faszinierenden Aufgabe konnte er einfach nicht widerstehen.
Ein Team, das nicht existieren durfte
Hoffstein zog Parallelen zu seiner früheren Arbeit an der wundersamen Wende von Rainbow Six Siege und beleuchtete die immense Hürde der Personalbeschaffung für das Division 2-Revival. „Ich dachte mir, die größte Herausforderung würde das Personal sein, und ja“, erklärte er. Studios planen ihren Personalbedarf Jahre im Voraus, um eine lückenlose Auslastung zu garantieren. Ihr neues, unautorisiertes Projekt sprengte diesen Rahmen komplett. „Wir schufen das Problem, ein Team zu sein, das Positionen benötigte, die auf keiner Tabelle standen. Wir sollten gar nicht existieren.“ Dieser Akt des kreativen Widerstands gegen festgefahrene Strukturen wurde zum Fundament des Erfolgs. „Ich war Teil von zwei großen Turnarounds mit Rainbow Six Siege und The Division 2. Es ist erstaunlich, bei beiden dabei gewesen zu sein. Aber wir hatten 5 Leute, um Division 2 neu zu starten. Fünf! Was haben wir uns nur dabei gedacht? Ah, das war ein Spaß.“
Vom Geisterprojekt zur Inhalts-Offensive
Der Erfolg dieser kleinen Rebellengruppe manifestiert sich heute in greifbaren Inhalten. Die kürzlich erschienene Erweiterung „Battle for Brooklyn“, die Spieler zurück an den ikonischen Schauplatz des ersten Teils führt, ist ein direktes Ergebnis dieser Initiative. Darüber hinaus wird mit Hochdruck am „Survivors“-Modus gearbeitet, dessen Entwicklung ebenfalls von einem Veteranen, Magnus Jansén, geleitet wird. Was als kühnes Wagnis von fünf Enthusiasten begann, hat sich zu einer tragenden Säule in der Zukunftsplanung von Ubisofts Looter-Shooter-Universum entwickelt und beweist, dass Leidenschaft und Vision selbst die starrsten Unternehmenspläne überwinden können.


