Friedensverhandlungen im Nahen Osten: Intensive Vermittlung unter Trump
Inmitten der Eskalation im Gazakonflikt intensivieren sich die Bemühungen um eine Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trafen sich erneut im Weißen Haus, um über mögliche Lösungen zu diskutieren. Dabei nahm auch US-Vizepräsident JD Vance an dem 90-minütigen Gespräch teil. Über die genauen Inhalte wurde offiziell nichts mitgeteilt, jedoch betonte Trump im Anschluss, dass sowohl er als auch Netanjahu eine Lösung anstreben.
Zuvor war eine katarische Delegation im Weißen Haus eingetroffen, um als Vermittler zwischen Israel und der Hamas zu agieren. Katar, gemeinsam mit den USA und Ägypten, versucht eine Waffenruhe zu erzielen. Der Nahost-Sonderbeauftragte der USA, Steve Witkoff, äußerte die Hoffnung, noch in dieser Woche eine 60-tägige Feuerpause vereinbaren zu können, wenngleich die Verhandlungen in Doha bislang wenig Fortschritte zeigten.
Netanjahu unterstrich derweil die israelischen Kriegsziele in Gaza. Es gilt, alle israelischen Geiseln zu befreien und die militärischen Kapazitäten der Hamas zu zerschlagen. Trotz der Herausforderungen bleiben die USA optimistisch, dass eine Einigung in greifbarer Nähe liegt. Die Diskussionen drehen sich weiterhin um den teilweisen Rückzug der israelischen Streitkräfte während der Waffenruhe, ein Punkt, der noch ungelöst ist.
Ein Lichtblick ist die Einigung über die Lieferung humanitärer Hilfe nach Gaza. Es wurde beschlossen, dass UN-Organisationen diese Aufgabe in den Rückzugsgebieten übernehmen. Zudem versicherte der US-Präsident, dass er an einer Verlängerung der Waffenruhe interessiert sei, sollten längerfristige Verhandlungen erforderlich sein.
Netanjahu betonte, dass Frieden nur durch Stärke erreicht werden könne, eine Ansicht, die er mit Trump teile. Beide sehen Chancen für dauerhaften Frieden, vor allem durch das Engagement gegen den gemeinsamen Feind Iran, das zu einer bemerkenswerten Veränderung im Nahen Osten geführt habe. Gleichzeitig arbeiten Trump und seine Berater an einem Abkommen zwischen Israel und Syrien, einem weiteren potenziellen Durchbruch im Zuge von Netanjahus Besuch.
Solche Vereinbarungen könnten dem israelischen Premierminister helfen, seine Verhandlungsposition in Gaza zu stärken. Neben diesen Entwicklungen signalisierte Netanjahu Möglichkeiten zur Normalisierung der Beziehungen mit weiteren arabischen Ländern, inspiriert von den historischen Abraham-Abkommen, die Trump 2020 initiiert hatte.

