Fresenius-Aktien im Aufwind trotz gemischter Quartalsbilanz

Fresenius-Aktien im Aufwind trotz gemischter Quartalsbilanz
Die Investoren von Fresenius ließen sich am Mittwoch nicht von der durchwachsenen Quartalsbilanz und dem unklaren Ausblick des Gesundheitskonzerns beeindrucken. Am Nachmittag verzeichneten die Fresenius-Aktien einen Anstieg um zwei Prozent, nach einem Einbruch von bis zu 4,4 Prozent am Morgen. Diese positive Entwicklung half dem DAX, seine Gewinne auszubauen.
Obwohl Fresenius gewöhnlich am Tag der Quartalszahlen mit positiven Überraschungen punktet, war die Stimmung zu Beginn des Handels eher angespannt. Am Vortag hatten die Aktien durch den schwachen Ausblick der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) bereits an Boden verloren.
Technisch gesehen sah der Tag zunächst düster aus, als die Aktien unter wichtige Indikatorlinien abrutschten. Doch die Papiere fingen sich wieder und stiegen über die 21-, 50- und 100-Tage-Linien hinaus. Der Kurs notierte zuletzt bei 51,26 Euro und näherte sich damit dem kürzlich erreichten Hoch von knapp 53 Euro.
Analyst Graham Doyle von der UBS bezeichnete die Fresenius-Zahlen als solide, trotz eines enttäuschenden Ausblicks. Sven Kürten von der DZ Bank hob in seiner Analyse die Ernüchterung über das Margenziel hervor, relativierte diese aber als "nicht dramatisch". Die Abweichung resultiert laut Kürten aus erhöhten Investitionen in Digitalisierung und Produktinnovationen. Besonders die Medizintochter Kabi, deren Margenprognose für die Zukunft angehoben wurde, hebe sich als Wachstumstreiber hervor.

