Freiheit und Sicherheit im Fokus: Deutschland und die EU unter Druck
Kanzleramtschef Thorsten Frei kritisiert die russische Regierung scharf und wirft ihr mangelndes Interesse an einer friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts vor. In der ZDF-Talkrunde bei Markus Lanz erklärte der CDU-Politiker, dass eine Eskalation der Drohnenangriffe in den vergangenen Tagen den fehlenden Willen Moskaus zu einer Waffenruhe verdeutliche.
Frei zeichnet das Bild eines Kremls, der durch Zeitspiel die transatlantische Gemeinschaft zu spalten versucht. Vor dem Hintergrund des kürzlich beschlossenen 17. Sanktionspakets der EU gegen Russland betonte Frei die Notwendigkeit, den Druck auf Moskau zu erhöhen.
Neben gezielten Maßnahmen gegen die sogenannte russische 'Schattenflotte' fordert er einen mutigeren Umgang mit dem Energiesektor und dem Finanzmarkt. Frei gibt zu verstehen, dass bereits mit Nachdruck an einem weiteren Sanktionspaket gearbeitet werde.
Angesichts der geopolitischen Herausforderungen betont Frei die Dringlichkeit, auch unkonventionelle Wege zu beschreiten, um wirksame Lösungen zu erzielen. Besonders im Bereich der Energie- und Finanzmärkte sieht er Optimierungsbedarf.
Zudem ist Frei überzeugt, dass eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben Deutschlands notwendig ist, um drängenden sicherheitspolitischen Anforderungen gerecht zu werden. Die von US-Präsident Donald Trump geforderte Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts trifft auf Zustimmung: Deutschland will sich darauf konzentrieren, sowohl in militärische Infrastruktur als auch in verteidigungsähnliche Projekte zu investieren, um die NATO-Vorgaben zu erfüllen.

