Frankreichs Präsident Macron im Vertrauenstief: Politische Herausforderungen bleiben bestehen

Das Vertrauen der französischen Bevölkerung in Emmanuel Macron hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Laut einer repräsentativen Umfrage von Toluna-Harris Interactive in Zusammenarbeit mit dem Nachrichtensender LCI vertrauen nur 25 Prozent der Franzosen darauf, dass Macron eine effektive Politik verfolgt. Dieses Niveau wurde bereits einmal im Oktober erreicht und markiert den niedrigsten Punkt seit Macrons Amtsantritt im Jahr 2017. Verglichen mit dem Vormonat verlor Macron vier Prozentpunkte an Zustimmung. Der Verlauf der letzten Monate zeigt, dass die Zustimmung für den französischen Präsidenten konstant unter 30 Prozent liegt.
Macron sieht sich mit verschiedenen nationalen Herausforderungen konfrontiert – ein ungelöster Streit um den Staatshaushalt, der nur durch eine Notlösung im Parlament erst einmal abgewendet wurde. Im Zuge dieser Herausforderungen scheiterte im September die Regierung, und auch Premierminister Sébastien Lecornu stand am Rande eines Sturzes, der jedoch letztlich verhindert werden konnte. Das Vertrauen war zu Beginn von Macrons Amtszeit sowie während der Corona-Jahre am höchsten, als mehr als die Hälfte der Befragten ihm laut Umfrage ihr Vertrauen aussprachen.
Aktuell zählt Jordan Bardella, Chef der rechten Partei Rassemblement National (RN), mit 42 Prozent Zustimmung zu den beliebtesten Politikern. Dicht gefolgt von Marine Le Pen mit 39 Prozent, die als Mentorin von Bardella gilt. Innerhalb der Regierung erfreut sich Justizminister Gérald Darmanin mit 38 Prozent des höchsten Vertrauens im aktuellen Monat.

