Frankreich: Tödlicher Unfall bei Bauernprotesten - Landwirtin stirbt, zwei Schwerverletzte
Im Zuge der anhaltenden Bauernproteste in Frankreich kam es zu einem tragischen Vorfall, bei dem eine Landwirtin ihr Leben verlor und ihr Mann sowie ihre Tochter schwer verletzt wurden. Laut der Staatsanwaltschaft in Foix durchbrach ein Auto an einem Blockadeposten entlang einer Nationalstraße von Toulouse Richtung Andorra eine Straßensperre und erfasste die Landwirtin tödlich.
Der Unfall ereignete sich, als das Auto trotz der Sperrung auf die Nationalstraße fuhr und in der Dunkelheit gegen eine Mauer aus Strohballen stieß. Hinter den Ballen saßen Demonstranten unter einem Zelt. Der Wagen schleuderte daraufhin gegen einen Traktoranhänger und traf die Opfer. Die Staatsanwaltschaft geht nicht von Vorsatz aus und nimmt an, dass der Fahrer nüchtern war. Die drei Insassen des Autos werden derzeit vernommen.
Nach einem Treffen zwischen Agrarverbänden und Premierminister Gabriel Attal am Montagabend weiteten die französischen Landwirte ihre Proteste aus. Gegen Süden von Lyon wurde die wichtige Nord-Süd-Autobahn A7 bei Albon blockiert. Etwa 20 Bauern stellten ihre Traktoren in beide Fahrtrichtungen auf die Straße, wie die Präfektur mitteilte.
Auch in der Region Toulouse im Süden Frankreichs wurden weiterhin Autobahnen blockiert, wie die Behörden am Dienstag berichteten. Die Autobahn von Bordeaux Richtung Spanien wurde in Bayonne nahe der Grenze in beide Fahrtrichtungen unterbrochen. Zusätzlich behinderten protestierende Landwirte den Bahnverkehr zwischen Bordeaux und Toulouse. Der Bahnbetreiber SNCF meldete Brände in der Nähe der Gleise.
Die Proteste der französischen Landwirte drehen sich um Vorschriften, die ihre Einkommenssituation, die Energiekosten und den Preis für Agrardiesel betreffen. In südlichen Landstrichen bereitet zudem der Klimawandel den Betrieben zunehmend Probleme bei der Wasserversorgung. (eulerpool-AFX)

