Forest 3: Endnight Games schießt den Survival-Horror ins All
Es gibt diese Momente bei Gaming-Events, in denen das Publikum kollektiv den Atem anhält, weil niemand mit dem gerechnet hat, was gerade über den Bildschirm flimmert. Genau diesen Nerv hat Endnight Games getroffen. Ohne große Vorwarnung platzte die Ankündigung von Forest 3 herein und stellt alles auf den Kopf, was wir über die Serie zu wissen glaubten. Vergiss einsame Inseln im Pazifik oder mysteriöse Bunkeranlagen. Diesmal verschlägt es uns nicht nur in eine andere Postleitzahl, sondern gleich hunderte Millionen Lichtjahre weit weg von Mutter Erde. Der erste Trailer zeigt einen Raumfahrer, gestrandet auf einem fremden Planeten, der so wunderschön wie tödlich ist. Es ist ein radikaler Tapetenwechsel, der das etablierte Survival-Konzept in völlig neue Sphären katapultiert.
Roboterarm gegen Alien-Brut
Was sofort ins Auge sticht, ist die Ausrüstung unseres neuen Protagonisten. Statt mit primitiven Äxten aus Steinen und Stöcken zu hantieren, verfügen wir über einen montierten Roboterarm. Dieses technische Wunderwerk dient nicht nur als futuristisches Schweizer Taschenmesser zum Scannen der exotischen Flora, sondern ist deine Lebensversicherung. Und die wirst du brauchen. Die gezeigte Fauna erinnert nämlich auf beängstigende Weise an die schlimmsten Alpträume der Science-Fiction-Geschichte. Kleine, flinke Kreaturen, die verdächtig nach den berüchtigten „Facehuggern“ aussehen, springen dich unvermittelt an. Doch dank der kybernetischen Reflexe fängt der Arm diese Biester noch im Flug ab. Diese Mischung aus Analyse und Abwehr verspricht eine Spielmechanik, die weit dynamischer wirkt als das reine Holzhacken der Vorgänger.
Giganten am Horizont
Doch Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, oder in diesem Fall: tödliche Wunden. Die wahren Herrscher dieser fremden Welt sind jedoch von ganz anderem Kaliber. Der Trailer deutet riesenhafte Monstrositäten an, gegen die unsere bisherigen Kannibalen-Nachbarn wie harmlose Pfadfinder wirken. Diese gigantischen Bestien scheinen nur ein Ziel zu haben: dein vorzeitiges Ableben. Es bleibt spannend, wie sich der Basenbau – das Herzstück der Reihe – in diesem feindseligen Ökosystem gestalten wird. Baut man Hütten aus Alien-Gehölz oder setzt man auf High-Tech-Barrieren? Die Bedrohungslage hat sich definitiv verschärft, und die Isolation im All sorgt für eine noch beklemmendere Atmosphäre.
Das große Rätsel der Story
Natürlich fragen sich Veteranen der Reihe nun: Wie passt das alles zusammen? Das Ende von Sons of the Forest ließ uns, typisch für Endnight, mit mehr Fragen als Antworten zurück. Ob und wie dieser Ausflug in die Sterne mit den bisherigen Ereignissen verknüpft ist, bleibt das große Mysterium. Ein Release-Datum sucht man bislang vergeblich, ebenso wie eine Bestätigung der Plattformen. Man darf jedoch stark davon ausgehen, dass der Titel traditionell zuerst auf dem PC und vermutlich im Early Access starten wird, um gemeinsam mit der Community zu reifen.


