Flughäfen fordern stärkere finanzielle Beteiligung des Staates an Luftsicherheitskosten
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, sich stärker an den finanziellen Aufwendungen für Luftsicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen zu beteiligen. Der Verband verlangt eine Übernahme von mindestens der Hälfte der nun bis zu 15 Euro teuren Gebühr pro Passagier, die in diesem Jahr an deutschen Flughäfen erhoben wird. Diese Gebühr, die letztendlich auf die Passagiere umgelegt wird, stellt eine erhebliche Zusatzbelastung für Reisende dar.
An verschiedenen deutschen Flughäfen fallen unterschiedliche Gebühren an: In Köln/Bonn belaufen sich die Kontrollen auf 14 Euro, in Frankfurt betragen sie 11,86 Euro und in Berlin 9,37 Euro. Im Vergleich dazu stehen die deutlich geringeren Sätze an ausländischen Flughäfen, die durch eine effizientere Personalpolitik und staatliche Kostenübernahmen zustande kommen. So zahlen Passagiere bei ihren Rückflügen aus den USA nur 5,17 Euro und aus Italien lediglich 2,48 Euro.
Die Verdopplung der Gebühren seit 2019 stellt für deutsche Flughäfen einen erheblichen Wettbewerbsnachteil dar, wie der BDL feststellt. Der Anstieg des Gebührenrahmens um 50 Prozent zu Jahresbeginn hat bislang zusätzliche Kosten von 160 Millionen Euro verursacht, die allein von der Luftfahrtindustrie getragen werden müssen. Der BDL argumentiert, dass die Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen zur Terror- und Gefahrenabwehr eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein sollte, ähnlich wie bei anderen öffentlichen Veranstaltungen und im Bahnverkehr, wo die Bundespolizei tätig ist.

