Fernost-Börsen: Technologische Aufholjagd im Schatten Japans
Die Handelsplätze in Fernost konnten am Mittwoch größtenteils deutliche Zuwächse verzeichnen, wobei insbesondere technologische Märkte wie Taiwan und Südkorea von den positiven Impulsen aus den USA profitierten. Hierbei spielten die jüngsten Unternehmenszahlen und positiven Perspektiven des niederländischen Chipindustrie-Schwergewichts ASML eine unterstützende Rolle, insbesondere im florierenden Halbleitersektor, der vom anhaltenden KI-Boom angetrieben wird.
Im Gegensatz dazu zeigten sich die chinesischen Börsen in leicht veränderter Stimmung: Der CSI-300-Index der Festlandbörsen verbuchte einen moderaten Anstieg um 0,26 Prozent auf 4.717,99 Punkte, während der Hang-Seng-Index in Hongkong mit einem kräftigen Plus von 2,28 Prozent auf 27.744,30 Punkte glänzte. Demgegenüber bewegte sich der japanische Nikkei 225 mit 53.358,71 Punkten kaum von der Stelle. Marktstrategen der Deutschen Bank machten die Stärke des Yen gegenüber dem Dollar als Bremsfaktor für den exportorientierten japanischen Markt aus.
Dagegen seien die Anleihenmärkte freundlicher gestimmt, mit sinkenden Renditen nach einer erfolgreichen Auktion von 40-jährigen Staatsanleihen. Auch in Australien hatte die Börse mit Widerständen zu kämpfen: Der S&P/ASX 200 fiel leicht ins Minus, schloss bei 8.933,90 Punkten, und weckte damit Spekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung durch die australische Notenbank angesichts der jüngsten Inflationsentwicklungen.

