Fernöstliche Börsen im Aufwind: Trotz Trump-Turbulenzen und verhaltener Wirtschaftsdaten
Die asiatischen Börsen verzeichneten am Dienstag überwiegend positive Entwicklungen. Die japanischen Aktien konnten sich von den Verlusten zu Beginn der Woche erholen. Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf einen schwächeren Yen gegenüber dem Dollar, was potenziell die exportorientierten Unternehmen begünstigt.
Der Nikkei 225 stieg um 0,85 Prozent und schloss bei 53.333,54 Punkten. Auch der australische Markt zeigte sich optimistisch, mit einem Anstieg des S&P/ASX 200 um 0,92 Prozent auf 8.941,62 Zähler, nachdem er nach dem Feiertag am Montag wieder in den Handel einstieg.
In China präsentierten sich die Börsen uneinheitlich. Der CSI-300 der Festlandwirtschaft bewegte sich kaum, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,3 Prozent zulegte und bei 27.114,38 Punkten schloss.
Blickt man auf das jüngste Wirtschaftsgeschehen, so trafen aktuelle Daten auf zurückhaltende Reaktionen. Fondsmanager Thomas Altmann von QC Partners bemerkte, dass die Gewinne von Chinas Industrieunternehmen im Vergleich zu 2021 weiterhin rückläufig sind.
Die südkoreanische Börse hingegen ließ sich von den angedrohten Zollerhöhungen durch Donald Trump nicht beeindrucken. Der US-Präsident plant, die Zölle auf südkoreanische Importe wie Autos und Medikamente deutlich zu erhöhen. Die gelassene Reaktion der südkoreanischen Märkte wird darauf zurückgeführt, dass Trumps Verhandlungstaktik mittlerweile bekannt ist und man auf einen Kompromiss hofft. Das südkoreanische Präsidentenamt erklärte, es werde der US-Administration den Willen zur Umsetzung der Handelsvereinbarung signalisieren.

