Fehler beim Zaunkauf, die teuer werden können: Das gilt es zu vermeiden

Ein Zaun stellt in erster Linie eine Begrenzung zum Grundstück dar. Doch Zäune haben viel mehr zu bieten. Sie liefern eine gewisse Sicherheit, ermöglichen Privatsphäre und sorgen für Struktur. Umso ärgerlicher ist es, wenn beim Zaunkauf oder Zaunbau Fehler passieren. Das kann nicht nur Ärgernisse, sondern auch Zusatzkosten verursachen. Grundstücksbesitzer, die sich jedoch im Vorfeld informieren, können böse Überraschungen vermeiden und einen Zaun errichten, der keine Wünsche offen lässt.
Warum fehlende Planung den Zaunkauf erschweren kann
Viele Eigenheimbesitzer nehmen sich kaum ausreichend Zeit für die Zaunplanung. Sie entscheiden sich spontan für ein Zaunmodell, ohne die jeweiligen Funktionen, Pflegehinweise oder Anforderungen zu kontrollieren. Dabei sind stets Grundstücksgröße, Geländeform, Zaunhöhe und Nutzungszweck bei der Planung einzubeziehen. Ebenso sollten Zaun und Tore zueinanderpassen und reibungslos funktionieren. Nur so können Grundstücksbesitzer davon ausgehen, dass der Zaun sowohl optisch passt als auch funktional ist.
Ein Zaun kann durchaus zur Wertsteigerung eines Grundstücks beitragen. Allerdings sollte die Zaunanlage nicht nur nach dem Aussehen beurteilt werden. Möchten Eigenheimbesitzer Kinder sowohl Tiere absichern, ist eine spezielle Zaunlösung erforderlich. Auch ein Sichtschutz kann zum Einsatz kommen, wenn die Privatsphäre einen besonderen Stellenwert hat. Wer diese Punkte nicht bei der Zaunplanung berücksichtigt, muss eventuell nachträglich Veränderungen vornehmen, die teuer werden können.
Vorschriften und das Nachbarschaftsrecht einbeziehen
Ein weiterer Fehler, der beim Zaunbau nicht selten begangen wird, ist die Missachtung der geltenden rechtlichen Vorgaben. In vielen Regionen sind spezielle Regeln zu befolgen. Ist der Zaun zu hoch oder falsch platziert, kann das zu einem Zaunabriss führen. Auch die Gestaltung kann manchmal an gewisse Richtlinien geknüpft sein. Es ist deshalb ratsam, sich vor der Zauninstallation beim zuständigen Bauamt zu informieren, um im Nachgang keinen Ärger befürchten zu müssen.
Zudem ist das Nachbarschaftsrecht zu beachten. Oft sind die Grundstücksgrenzen nicht deutlich zu erkennen. Grundstücksbesitzer, die ohne Zustimmung oder Rücksprache mit dem Nachbarn einen Zaun setzen, riskieren Streitigkeiten oder auch behördliche Rückbauanordnungen. Das kann nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld kosten. Wer sich bei Behörden und Gemeinden rückversichert und alle Vorschriften beherzigt, kann unnötige Kosten geschickt vermeiden.
Material genau kontrollieren
Es gibt Zäune, die auf den ersten Blick geeignet und sinnvoll aussehen. Doch manchmal kann der Schein trügen. Günstige Zaunmodelle sind oftmals weniger strapazierfähig und anfälliger bei verschiedenen Witterungseinflüssen. Minderwertige Metallzäune neigen zur Rostbildung, während sich Kunststoff bei starker Sonneneinstrahlung verziehen kann. Das hat zur Folge, dass Reparaturen nötig sind. Manchmal ist sogar ein komplett neuer Zaun in Betracht zu ziehen.
Hochwertige Materialien sind zwar etwas kostenintensiver in der Anschaffung, überzeugen jedoch mit Qualität. Vor allem verzinkter Stahl, hochwertiges Holz und Aluminium punkten mit einer langen Lebensdauer und geringen Wartungskosten. Einmal als Zaun angelegt, erfreut er seinen Besitzer über viele Jahre.
Montage und Pflege nicht unterschätzen
Ist ein Zaun gekauft, ist der Aufbau zu planen. Dieser ist mit Sorgfalt zu gestalten, denn bereits ein falsch gesetzter Zaunpfosten oder ein schlechtes Fundament können das gesamte Zaunkonstrukt belasten. Grundstücksbesitzer, die sich mit der Zaungestaltung nicht auskennen, sollten eine Fachfirma mit der Aufgabe betrauen. Diese nimmt nicht nur eine fachgerechte Installation vor, sondern informiert abschließend auch über Pflegehinweise. Dementsprechend bleibt der Zaun lange erhalten und schön.
Leider ist kein Zaun frei von Wartung. Holz sollte regelmäßig auf Schäden kontrolliert und gestrichen werden. Metall und alle beweglichen Teile gilt es ebenso auf schadhafte Stellen zu überprüfen. Wer seinen Zaun jedoch ein- bis zweimal im Jahr sorgfältig in Augenschein nimmt, kann Maßnahmen ergreifen und die Sicherheit sowie Werterhaltung des Grundstücks sicherstellen.

