Fed-Mitglied Goolsbee warnt vor Folgen der US-Zollpolitik
Austan Goolsbee, ein führendes Mitglied der US-Notenbank, hat Bedenken über die aktuellen Handelsstrategien der US-Regierung geäußert. In einem CNN-Interview hob der Präsident der regionalen Notenbank von Chicago die potenziell negativen Effekte einer strikten Zollpolitik für amerikanische Unternehmen hervor. Viele Unternehmensleiter seien besorgt über mögliche Lieferengpässse und die daraus resultierende Inflationsgefahr.
Eine bedeutsame Sorge unter Unternehmern ist die Möglichkeit von Vergeltungsmaßnahmen, die den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen ähneln könnten. Diese waren in den Jahren 2021 und 2022 während der Corona-Pandemie besonders ausgeprägt, als Lieferkettenstörungen zu einer Inflationsrate von über neun Prozent führten. Diese Entwicklung markierte den höchsten Inflationstrend in den USA seit vier Jahrzehnten, bevor die Rate im März dieses Jahres erfreulicherweise wieder auf 2,5 Prozent sank.
Goolsbee betonte zudem die Schwierigkeiten, die durch die gegenwärtige Zollpolitik für wirtschaftliche Prognosen entstehen. Notenbankpräsident Jerome Powell hatte kürzlich ebenfalls auf die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen eines Zollpakets von Präsident Donald Trump hingewiesen. Zu diesen gehören eine erhöhte Inflationsrate und ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum.
Die genaue Reichweite und Dauer dieser Effekte bleibt laut Powell jedoch unklar.

