Fed im Fokus: Machtkampf zwischen Lisa Cook und Donald Trump eskaliert
In einem ungewöhnlichen Schritt hat Lisa Cook, Vorstandsmitglied der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), rechtliche Schritte gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eingeleitet. Ziel dieser Klage ist es, ihre geplante Absetzung durch Trump zu verhindern. Diese Entscheidung soll mittels einer einstweiligen Verfügung gestoppt werden, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Die Ökonomin argumentiert, dass der US-Präsident nicht berechtigt sei, ein vom Senat bestätigtes Mitglied der Fed abzusetzen, da dies die Unabhängigkeit der Notenbank gefährden könnte.
Trump hatte zu Beginn der Woche auf seiner Plattform Truth Social verkündet, Cook mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt zu entbinden. Die Begründung seien angebliche Falschangaben in mehreren Hypothekenverträgen. Cook wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass der Präsident nicht das Recht habe, sie zu entlassen. Dieser Konflikt ist der jüngste Akt in einem anhaltenden Machtkampf, in dem Trump immer wieder Zinssenkungen fordert, die er von der Fed jedoch nicht bekommt. Auch der amtierende Fed-Vorsitzende Jerome Powell stand bereits im Fadenkreuz des ehemaligen Präsidenten.
Die US-Notenbank spielt eine zentrale Rolle für die Finanzstabilität des Landes, indem sie unter anderem Zinssätze festlegt, die entscheidend für die Kreditkosten sind. Ihre Entscheidungen haben nicht nur Auswirkungen auf die US-amerikanische Wirtschaft, sondern beeinflussen auch die Finanzmärkte im Euroraum und das dortige Wirtschaftswachstum.

