Fed bleibt vorsichtig: Keine Eile bei Zinssenkungen trotz Druck seitens Trump
In einem klaren Statement hat Jerome Powell, der Vorsitzende der US-amerikanischen Notenbank Fed, erneut darauf hingewiesen, dass die Zentralbank derzeit keinen überstürzten Kurswechsel in Form von Zinssenkungen plant. Im Rahmen einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses betonte Powell die Notwendigkeit, sich ein besseres Bild über die ökonomischen Auswirkungen der von Präsident Donald Trump initiierten Zölle zu verschaffen. Diese seien vor allem von deren finaler Ausgestaltung abhängig, so der Notenbankchef am Dienstag.
Ungeachtet der wiederholten und drängenden Forderungen des US-Präsidenten nach einer Reduzierung des Leitzinses, bleibt die Fed vorerst auf ihrem aktuellen Kurs. Der Leitzins wurde erneut innerhalb der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent belassen. Powell fügte hinzu, dass eine umfassendere Bewertung der wirtschaftlichen Entwicklung notwendig sei, ehe die Fed ihre geldpolitische Haltung anpassen könne – eine Aussage, die seine vorangegangenen Erklärungen von der Zinsentscheidung der vergangenen Woche unterstreicht.
Obgleich die US-Wirtschaft aktuell von Spannungen und Unsicherheiten geprägt ist, wie sie etwa durch Handelskonflikte hervorgerufen werden, bewahrt die Zentralbank einen ruhigen Kurs und eröffnet dennoch die Aussicht auf eventuelle Anpassungen. Der geldpolitische Ausschuss der Fed hat signalisiert, dass im Jahr 2023 zwei Zinssenkungen möglich sind, vorausgesetzt, die Umstände erfordern dies tatsächlich.

