Evotec-Aktien unter Druck: Schwaches drittes Quartal belastet
Nach anfänglichen Kursgewinnen im vorbörslichen Handel gerieten die Evotec-Aktien auf Xetra erheblich unter Druck. Die Papiere des Biotech-Spezialisten rutschten im Tagestief um mehr als 10 Prozent auf 6,33 Euro ab, was den tiefsten Stand seit Anfang Oktober markierte.
Damit sind sie der stärkste Verlierer im SDax der kleineren Börsentitel. Evotec kämpft weiterhin mit einer verhaltenen Nachfrage, was zu einer unzureichenden Auslastung und hohen Fixkosten führt.
Zusätzlich belasten die Anlaufkosten für eine Anlage von Just-Evotec Biologics (JEB) in Toulouse die Bilanz. Der operative Verlust in den ersten neun Monaten überstieg den des Vorjahres deutlich.
Analyst Charles Weston von der Bank RBC merkt an, dass Evotecs Quartalsumsatz die Konsensschätzung um 13 Prozent verfehlt hat. Besonders die Erlöse der JEB-Sparte lagen um 27 Prozent niedriger als erwartet. Diese schwachen Umsätze wirkten sich negativ auf den Bruttogewinn und das operative Ergebnis aus, was zu Verfehlungen der Konsensprognosen führte. Weston beschreibt das Quartal als "trostlos".

