Evonik präsentiert Syneqt als zukunftsweisende Tochtergesellschaft für Industrie-Services
Evonik setzt mit der Gründung seiner neuen Tochtergesellschaft Syneqt auf Wachstum und Effizienz im Servicegeschäft der Chemieparks Marl und Wesseling. Ab 2026 soll das neue Unternehmen mit stolzen 3.500 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro zu den führenden Anbietern von Industrie-Dienstleistungen in Deutschland zählen. Dabei steht eine zukünftige Veräußerung im Raum, ähnlich der Vorgehensweise von Bayer und Lanxess mit der Veräußerung des Chemiepark-Betreibers Currenta. Zum breiten Leistungsspektrum von Syneqt gehören unter anderem die Strom- und Dampferzeugung in modernen Kraftwerken, der Betrieb umfangreicher Pipelines und die Organisation einer Werksfeuerwehr. Die Belegschaft ist hauptsächlich in Marl mit circa 3.000 Mitarbeitenden und in Wesseling mit etwa 500 Personen tätig. Insgesamt beschäftigt der Evonik-Konzern knapp 31.300 Menschen weltweit.
Arbeitsbedingungen und Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertretungen bleiben unverändert, was von Evonik ausdrücklich hervorgehoben wird. Die unternehmerischen Aktivitäten sind zukünftig auf Marl zentriert, wo auch der Hauptsitz von Syneqt eingerichtet ist. Während Evonik bisher gleichzeitig als Betreiber und Nutzer der Chemieparks fungierte, liegt der Fokus nun stärker auf der Chemieproduktion. Bereits 2021 wurde das Ziel gesetzt, die Infrastruktur-Aktivitäten bis Ende 2025 eigenständig zu gestalten. Syneqt bedient bereits heute rund 24 Unternehmen neben Evonik und will mit gezielten Investitionen, etwa in digitale Lösungen, zusätzliche Kunden auf dem freien Markt gewinnen.
Die Vision von Syneqt ist es, durch innovative Energie-, Stoff- und Datenverbundsysteme sowie hohe Sicherheitsstandards neue Maßstäbe zu setzen. Thomas Basten, Sprecher der Syneqt-Geschäftsführung, unterstreicht die Bedeutung dieses Angebots als Zukunftspotential für Drittanbieter. Interessanterweise gehört Syneqt vollständig zu Evonik, wobei zukünftige Beteiligungen von Investoren denkbar sind. Diese Entscheidungen sollen dabei helfen, zusätzliche Wachstumsquellen zu erschließen. Ob und wann Investoren einsteigen werden, bleibt jedoch noch abzuwarten.

