EVG fordert Abberufung von DB Cargo-Chefin Sigrid Nikutta
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) setzt sich vehement für einen Wechsel an der Spitze der Bahn-Tochtergesellschaft DB Cargo ein und fordert die Abberufung der Vorstandsvorsitzenden Sigrid Nikutta. Nach Ansicht der Gewerkschaft steuert Nikutta das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage, die Besorgnis erregt.
Mit einem Defizit von über 3,1 Milliarden Euro seit ihrem Amtsantritt sei ihre Bilanz verheerend, so die deutlichen Worte der stellvertretenden EVG-Vorsitzenden Cosima Ingenschay in einem Schreiben an Bahn-Vorstandschefin Evelyn Palla und Aufsichtsratschef Werner Gatzer. Ingenschay beschreibt die von Nikutta eingeleitete Transformation als "kopfloses Abwickeln", das die funktionsfähigen Strukturen des Unternehmens gefährde.
Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Belegschaft, die tagtäglich daran arbeite, den Betrieb aufrechtzuerhalten, werde von der Unternehmensführung essenzielles betriebseigenes Personal entlassen und Aufgaben fragwürdigerweise an Externe vergeben. Dies münde in einem Qualitätseinbruch, unzureichende Pünktlichkeit und zunehmende Unsicherheit innerhalb der Organisation.
Ingenschay betont die zentrale Bedeutung von DB Cargo als Rückgrat der deutschen Wirtschaft und verweist darauf, wie essenziell die Güterzüge für das Funktionieren von Hochöfen, Stahlwerken und Autofabriken sind. Anstatt jedoch die Schieneninfrastruktur zu stärken, verliere sich Nikutta in Selbstinszenierung und Medienpräsenz, was auf scharfe Kritik der Gewerkschaft stößt.

