Europäisches Parlament fordert freies Handgepäck für Fluggäste
Fluggäste innerhalb der EU könnten zukünftig von einem kostenfreien Handgepäck profitieren, wenn es nach den jüngsten Plänen des Europäischen Parlaments geht. In einer breit unterstützten, fraktionsübergreifenden Abstimmung plädierte das Parlament dafür, Reisenden das Mitführen eines persönlichen Gegenstandes sowie eines kleinen Handgepäckstücks zu erlauben. Dieses Handgepäckstück sollte nicht mehr als sieben Kilogramm wiegen und die Summe seiner Kantenmaße darf 100 Zentimeter nicht überschreiten. Bislang erlauben einige Fluggesellschaften lediglich einen winzigen Gegenstand als kostenloses Handgepäck, während für anderes Gepäck zusätzliche Gebühren anfallen.
Des Weiteren beabsichtigt das Parlament, die Entschädigungsregeln bei Flugverspätungen beizubehalten. Diese sollen weiterhin ab einer Verzögerung von drei Stunden greifen, vorausgesetzt, die Fluggesellschaft trägt die Verantwortung für die Verspätung. Jedoch sind Ereignisse wie Kriegszustände, bestimmte Wetterphänomene und Naturkatastrophen davon ausgenommen.
Der Vorschlag widerspricht der Position der Mehrheit der EU-Verkehrsminister, die erst bei Verspätungen ab vier Stunden eine Entschädigung und zudem geringere Beträge vorsieht. Trotz jahrelanger Verhandlungen blieb bislang eine Einigung aus. Ein Kompromiss ist nötig, um die neuen Regelungen umzusetzen.

