Europäischer Erdgaspreis auf Talfahrt: Hoffnung auf Nahost-Waffenruhe bringt Entspannung
Die Märkte reagieren mit Erleichterung auf die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten: Der europäische Erdgaspreis ist am Dienstag signifikant gesunken, nachdem bekannt wurde, dass sich Israel und der Iran auf eine Waffenruhe verständigt haben. Diese friedensstiftende Maßnahme hat die Furcht vor einer weiteren Eskalation der Krise gemildert, was sich unmittelbar auf den Markt auswirkt.
Der maßgebliche TTF-Terminkontrakt für europäisches Erdgas zur Lieferung in einem Monat verzeichnete in den ersten Stunden des Handels einen Rückgang um über zwölf Prozent. Der Preis fiel auf 35,40 Euro je Megawattstunde, nachdem er am Vortag noch bei rund 41 Euro lag. Somit nähert sich der Preis dem Niveau, das er zu Beginn des Konflikts am 13. Juni notierte.
Vorherige Spannungen hatten die Preise in die Höhe getrieben, da eine Blockade der strategisch wichtigen Meerenge von Hormus drohte. Diese Route ist von großer Bedeutung für den globalen Flüssiggastransport, speziell nach Asien. Ein Anstieg der asiatischen Preise hätte auch den europäischen Markt beeinflusst, angesichts des Wettbewerbs um die globale Gasversorgung. Doch mit den sich abzeichnenden friedlichen Aussichten richten Marktteilnehmer ihren Fokus nun verstärkt auf das Auffüllen der europäischen Gasspeicher. Die erwarteten erhöhten Gaslieferungen aus den USA könnten hierbei unterstützend wirken.

