Europäische Einigkeit gefordert: Politische Gespräche vor Trump-Putin-Treffen in Alaska
Im Vorfeld eines mit Spannung erwarteten Treffens zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska suchen Bundeskanzler Friedrich Merz und führende europäische Politiker nach einer abgestimmten Haltung gegenüber dem US-Präsidenten. In einer von Merz initiierten Videokonferenz wollen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs am kommenden Mittwoch gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Trump und Vizepräsident JD Vance austauschen. Zuvor ist eine interne Abstimmung der Europäer geplant, an der auch die EU und die NATO sowie Präsident Selenskyj teilnehmen werden. Die Teilnehmer erhoffen sich, anschließend mit einer geeinten Stimme mit den USA zu sprechen und wollen nach den Gesprächen mit Trump erneut intern die Ergebnisse auswerten. Hintergrund der Besorgnis der europäischen Führer ist die mögliche Gefahr, dass Trump und Putin in Alaska Gebietsabtretungen vereinbaren könnten, die für die Ukraine inakzeptabel sind. Trump selbst präsentiert das Treffen als Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Frieden in dem seit fast vier Jahren andauernden Konflikt und deutet dabei einen Gebietstausch an. Die Ukraine lehnt solche Abtretungen jedoch kategorisch ab. Die deutsche Regierung hat unterstrichen, dass die Gespräche darauf abzielen sollten, Optionen zur Erhöhung des Drucks auf Moskau zu diskutieren. Ferner sollen mögliche Friedensverhandlungen und damit verbundene Themen wie territoriale Ansprüche und Sicherheitsgarantien thematisiert werden. Zu den Vorbereitungen auf das Gespräch mit Trump gehören auch die Teilnahme der führenden Köpfe aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Finnland, ebenso wie die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa, NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie Präsident Selenskyj.

