Europäische Börsen uneinheitlich: Handelsgespräche und unternehmensspezifische Entwicklungen im Fokus
Die europäischen Aktienmärkte präsentierten sich am Montag mit uneinheitlicher Tendenz. Während der EuroStoxx 50 seinen Aufwärtstrend mit einem Plus von 0,73 Prozent fortsetzte und damit einer neuen Rekordmarke von 5.674 Punkten immer näher kommt, legte auch der Londoner FTSE 100 um 0,31 Prozent zu. Die positiven Signale im Handelsgespräch zwischen den USA und China trugen wesentlich zur Unterstützung dieser Kursentwicklungen bei.
Im Gegensatz dazu verzeichnete der Zürcher SMI einen Rückgang von 0,34 Prozent, bedingt durch Schwächephasen bei Schwergewichten wie Roche und UBS. Auch der Pariser Cac 40 gab um 0,09 Prozent nach, was insbesondere der kurzfristigen Schwäche der französischen Banktitel zugeschrieben wird.
Die geplanten Handelsverhandlungen zwischen China und den USA galten als wichtiger Impulsgeber. Pekings Ankündigung eines Treffens zwischen Vizepremier He Lifeng und US-Vertretern wie Finanzminister Scott Bessent sorgt für positive Erwartungen. Dieses Treffen soll "offen, tiefgehend und konstruktiv" verlaufen sein, wobei eine neue Verhandlungsrunde geplant ist.
Derweil erlebte BNP Paribas einen herben Rückschlag mit einem Kursverlust von 8,7 Prozent am Ende des Cac 40, infolge einer verlorenen Sammelklage zu sudanesischen Geschäften. Analysten warnen vor potenziell hohen Kosten. Auch Societe Generale und Credit Agricole mussten Verluste hinnehmen, was teils der Herabstufung Frankreichs durch S&P zugeschrieben wird.
Auf der positiven Seite stehen Kering, dessen Aktien um 3,6 Prozent stiegen, nach der Ankündigung von L’Oreal, die Kosmetiksparte von Kering für vier Milliarden Euro zu übernehmen. Dies beflügelte auch L’Oreal, deren Titel um 0,6 Prozent stiegen. Spitzenreiter im SMI war Holcim mit einem Anstieg von 2,3 Prozent, dank der Akquisition des deutschen Anbieters Xella für 1,85 Milliarden Euro.

