Europäische Börsen mit leichten Zugewinnen – Ein Blick auf die Sektordynamik

Die europäischen Aktienmärkte setzten am Dienstag ihren positiven Trend fort und erzielten leichte Zugewinne. Der EuroStoxx 50, bekannt als Leitindex der Eurozone, verzeichnete zur Mittagszeit einen Anstieg um 0,5 Prozent auf 5.780,29 Punkte. Dies knüpft an die Robustheit des Marktes im bisherigen Jahresverlauf an, der im November sogar ein Rekordhoch mit über 5.800 Punkten erreicht hatte.
Auch außerhalb der Eurozone wurden ansehnliche Zugewinne registriert. Der britische FTSE 100 stieg um 0,37 Prozent auf 9.903,21 Punkte, und der Schweizer SMI legte um 0,1 Prozent auf 13.252,05 Punkte zu. Der Fortschritt im Schweizer Index wurde jedoch durch die moderate Entwicklung defensiver Werte wie Nestle und Novartis gebremst.
Spannung verspricht das Protokoll der US-Notenbank, das am Abend veröffentlicht wird und entscheidende Hinweise für den Beginn des neuen Handelsjahres geben könnte. Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, betont die Uneinigkeit innerhalb der Federal Reserve und die Bedeutung zusätzlicher Informationen für die Anlageentscheidungen im Kontext des anstehenden Zinskurses.
Besonders stark präsentierten sich Rohstoff- und Bankaktien, die seit Jahresbeginn beträchtliche Gewinne verzeichnen konnten. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Aktien der Nahrungs- und Getränkehersteller leichte Verluste und blieben seit Jahresbeginn weitgehend unverändert. Ebenfalls unter den Nachzüglern befinden sich der Pharma- und Immobiliensektor, die auf der Stelle traten oder nur geringe Gewinne erzielten. Ähnliches gilt für die Automobilwerte, die trotz erhöhter Volatilität keine wesentlichen Fortschritte verbuchen konnten.

