Europäische Aktienmärkte zeigen Erholungstendenzen: Positive Signale und Optimismus unter Anlegern
Nach zwei tristen Handelstagen kehrte am Mittwoch Optimismus an Europas Aktienmärkte zurück, was die wichtigsten Indizes um etwa ein Prozent steigen ließ. Laut Jochen Stanzl von CMC Markets hält die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung im nächsten Jahr die Anleger am Markt. Für Entspannung sorgten positive Signale aus Frankreich. Premier Sébastien Lecornu äußerte nach ersten Verhandlungen Vertrauen in eine Lösung der Regierungskrise ohne Neuwahlen. Der gemeinsame Wille zum Verabschieden eines Haushalts bis zum Jahresende erfreut die Märkte.
Der französische Cac 40 legte daraufhin um 1,07 Prozent auf 8.060,13 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 verzeichnete ein Plus von 0,64 Prozent und erreichte 5.649,73 Punkte. Der schweizerische SMI stieg um 1,01 Prozent auf 12.648,11 Punkte, während der britische FTSE 100 den Handel mit 0,69 Prozent Plus bei 9.548,87 Punkten abschloss. Trotz anhaltender Unsicherheiten überwiegt der Optimismus. "Negative Nachrichten werden von den Investoren weiterhin konsequent ausgeblendet", bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow.
In den USA sorgt hingegen ein neuerlicher "Shutdown" für Schlagzeilen, da der Kongress bei einem Übergangshaushalt keine Einigung erzielen konnte. Vor allem Einsparungen im Gesundheitsbereich sorgen für Streitigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten. Stahlwerte zählten europaweit zu den Gewinnern, angetrieben durch Maßnahmen der Europäischen Kommission zum Schutz der Branche. ArcelorMittal führte mit einem Plus von 6,6 Prozent die Gewinnerliste des Cac 40 an. Luxuswerte profitierten vom steigenden Goldpreis, der die 4.000-Dollar-Marke überschritt. LVMH stieg um fast drei Prozent im EuroStoxx.
Dagegen belastete eine Gewinnwarnung von BMW den Autosektor. Aufgrund schwacher Absatzzahlen in China fiel die BMW-Aktie um mehr als acht Prozent am EuroStoxx-Ende. Im Technologiesektor führten negative Meldungen zu einem Verlust bei ASML, das um 2,6 Prozent nachgab. Bedenken über die militärische Nutzung von Halbleiteranlagen in China trieben Ängste vor Exportbeschränkungen an. In Zürich stieg ABB um nahezu ein Prozent, nachdem der Verkauf der Robotics-Sparte an Softbank angekündigt wurde. Der höhere Verkaufspreis überraschte positiv.

